Donnerstag, 10. Juli 2008

Es geht heim.

Ich befinde mich in einem bohemen Verschlag ca 113´55 Grad östlicher Breite und 22`18 Grad nörlicher Länge.
Von hier as fliege ich in nunmehr anderthalb Stunden nach Dubi oder so und dann gehts abnach Frankfurt! TADA.
Ihr könnt also die permanenten Geschenkschwemmen nach China etwas eindämmen und nach Leipzig umleiten. Adresse verrate ich euch wenn ich eine hab.

Dienstag, 13. Mai 2008

Oblomowerei

So, ich habe mein Zimmer aufgeräumt, da erledige ich gleich noch den Blog, dacht ich so bei mir...

Die olympische Fackel wurde gestern durch Xiamen getragen, unter anderem an unserer Uni vorbei. Kamen ENORM viele Chinesen zusammen und es wurden kaum Tibeter gefoltert - hab ein paar spaektakuläre Bilder gemacht, bin aber nicht in der Stimmung, hochzuladen.
Wetter hat auch gestimmt - die Luft war so klar, dass man den ganzen Tag den Mond sehen konnte!

Mein Aufenthalt neigt soch dem Ende zu - in 2 Monaten bin ich schon wieder daheim und esse vermutlich grad was Feines.

An die Fersen!

Montag, 28. April 2008

Home sweet home!

Das ist zunaechst noch Xiamen.
Für weitere 2 Monate.


Hm, es gibt zunaechst eine kleine Lücke zu füllen:

Der Flug von Bangkok zurück nach Xiamen fand statt. Dann haben wir eine ruhige Woche in letzterem verbracht und sind noch nen Tag nach Hongkong, wo Alenka dann den Flieger gen Westen genommen hat. Bitter, aber vorbei.
Seitdem hänge ich wieder in Xiamen und lebe vor mich hin. Manchmal auch hinter mir her, aber das zumeist nur am Wochenende.

So, von den Aufständen in Tibet bekommt man hier in Xiamen nur peripher etwas zu spüren. Nur sehr wenige Gruppen bewaffneter Fujianesischer Exiltibeter kreuzen hier auf. Nichtsdestotrotz sind alle Auslandsstudenten mit kleinen Elektroschockern ausgerüstet wordenm die aber eigentlich unnötig sind. Das Militär hier ist flott!

So, ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Mein linker Arm ist seit einigen Tagen funktionsuntüchtig, weil irgendwas in meiner Schulter gewachsen ist, aber in 2 Monaten hab ich ja auch wieder nen vernünftigen Arzt verfügbar und bis dahin bin ich immernoch Rechtshänder, also keine Sorge.

So, feddich!

Donnerstag, 6. März 2008

BRAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA

so


SO


Cambodia und Thailand werden von meiner intellektuellen Weltkarte gestrichen.
Einzige Ausnahme waere der Fall, dass mir irgendjemand Nuklearsprengkoerper in die Haende spielte.

Wir waren aufgrund des ueberteuerten Besuches hier in der Angkor-Region tuechtig angesackt und haben uns entschieden, einen Tag frueher als geplant von Siem Reap nach Bangkok zurueck zu kehren - heute. Nachdem wir knapp ueber eine Stunde auf den Bus gewartet haben und dann beinahe 6 holperige Stunden in dem recht teuren "Bus" Staub geschluckt haben (und "holperig" nehme man nicht auf die leichte Schulter: ein kleines Kind hat geraume Zeit vor Angst geheult, weil es so wild daher ging) kamen wir an der Grenze zu Thailand an um von einem Grenzbeamten zu erfahren, dass Alenka nicht passieren duerfe.
Das hat sich leider auch nach einer Stunde rumtelefonieren mit verschiedenen Botschaften und Konsulaten niht geaendert. Ich zitiere nur mal meinen Ansprechpartner bei der deutschen Botschaft in Thailand, Herrn Scheissfresse oder so aehnlich: "Da muessen sie selbst die Immigration anrufen. Fuer Slowenien bin ich nicht zustaendig. Ich habe kein Internet hier." Bruellte er mich regelrecht an, als ich ihn nach etlichen vergeblichen Versuchen erreicht hatte und verzweifelt, zwischen zwei Grenzen gefangen, um eine Auskunft zur aktuellen Rechtslage bat. Ich weiss nicht ob er mein "Fuck you" noch gehoert hat, bevor ich mitten in seinem selbstgefaelligen Wortschwall aufgelegt habe. Fuer alle, die ein paar Hassanrufe machen wollen, seine Durchwahl (bei der deutschen Botschaft in Bangkok) ist 061 (statt 9000 am Ende).
Naja, das Ende vom Lied: Alenka darf nach neuer Rechtslage tatsaechlich nur dann ohne Visum fuer 15 Tage nach Thailand, wenn sie einfliegt, statt an der Grenze anzukommen. Grund fuer unseren vergeblichen Versuch: Wir wurden schlicht fehlinformiert, und zwar von der thailaendischen Botschaft in Kuala Lumpur, wo wir Alenkas Thailandvisum extra nur fuer einen Eintritt gekauft haben um 20 Euro zu sparen und weil uns versichert wurde, dass es kein Problem sei, dass ein Slowene fuer 15 Tage ohne Visum ins Land duerfe. Nunja, die 20 Euro sind gespart, aber das Resultat ist: Wir fuhren den Rest des Scheisstages zurueck nach Siem Reap, und mussten die knackig teuren Flugtickets nach Bangkok buchen. Der Bus war selbsrverstaendlich auch schon bis Bangkok bezahlt - con der Reisegruppe oder dem Fahrer oder dem Begleiter der Reisegesellschaft haben wir nichts mehr gesehen, seit wir an der Grenze festhingen!
Direkt bei der Einreise vor 3 Tagen wurde uns von der selben Busgesellschaft eine Bank empfohlen, die beinahe ohne Kommission Baht in Riel umtausche. Alle sind hin, ich habe ein paar tausend Baht hingeblaettert (da der Eintritt ins Angkorgebiet fuer 2 Tage schon 40 Euro pro Person betraegt) und mehrere cm Geldscheine zurueckbekommen. Das erste Mal in meinem Leben habe ich nicht nachgezaehlt, was mir Angestellter oder Maschine gegeben hat - spaeter mussten wir feststellen, dass uns die Schweine um etwa 50 Euro betrogen haben - einen Drittel des umgetauschten Geldes... wenn das keine saftige Kommission ist!

Es ist in diesen 2einhalb verfluchten Tagen noch vieles mehr an Scheiss passiert, aber das waren die zwei groessten Ungluecke und haben primaer dafuer gesorgt, dass wir binnen dieser Zeit etwa ein geplantes Monatsreisebudget verloren haben!

Wer Mitleid hat, meine Kontonummer kann per Email erfragt werden.

So, Schluss. Hunger, muede, schlechtgelaunt.


Harhar
hier bin ich doch nochmal. Das cambodianische Internet hat mir den Rest gegeben. Dieser Post wurde zwar saftige 60mal in meiner Postverwaltung gespeichert und muss nun jeder einzeln mit anschliessender Bestaetigung geloescht werden, aber als ich ihn veroeffentlichen wollte, stand der Bildschirm voller Zeichen aus allen Regionen des ASCII-Codes. Witzig. Echt witzig. Heute wurde Alenka doch tatsaechlich nach Thailand gelassen! Kurz bevor wir in den Flieger steigen wollten, wurden uns zwar nochmal saftige 50 Dollar Flughafenbenutzungsgebuehr geraubt (als waere das Scheissticket nicht teuer genug gewesen!!!) und Alenka wurde von den Thaibeamten in der Immigration so dermassen herablassend behandelt, dass mir die Galle hochgekommen ist (ausserdem haben auch sie uns nochmal knapp ueber 20 Euro fuer 15 Tage Visum geraubt - genausoviel kostet ein 2-Monatsvisum fuer Thailand eigentlich) aber wir sind zurueck in Bangkok. Ich weiss nicht ob ich mich darob freuen soll.
Nuja, bald geht es auf nach Xiamen ins Land unter dem Himmel.
Suedostasien kehre ich mit einiger Sicherheit erstmal LANGE Zeit den Ruecken.
Oder ich besorge mir eine Freundin mit deutschem Passport...

Salem Alaikum!

Mittwoch, 5. März 2008

Cambodia

Manchmal ist Genozid gar nicht so doof

Das ist der Titel des Liedes, das ich heute gedichtet habe.

Ich habe schon Haufen in die Kloschuessel gemacht die beeindruckender aussahen als Angkor Supermega Touristenscheiss Wat. Sicher, die Bude mag bei tollem Sonnenaufgangslicht nett aussehen, aber wenn das Licht stimmt, trifft das auch auf mein Knie zu. Und das ist wesentlich billiger anzuschauen! Wir haben in den 4 Tagen hier (inklusive einem Tag Anreise und morgen Rueckreise) etwa ein halbes Monatsbudget fuer das Reisen hier in Suedostasien gelassen.
Heilige Stadt nennt sich die Frechheit!

Mehr Worte ist das Elend hier nicht wert.

Sonntag, 2. März 2008

Bangcock und der Norden Thailands

Also zuvorderst ein herzliches Entschuldigung fuer das grottenschlechte und absolut niveaulose Wortspiel im Titel. Wobei es sich ja vielleicht auch gar nicht um ein Wortspiel handelt. Bei einem Wortspiel sind meiner Meinung nach ja mehr als eines am Start.
Wie auch immer, heute ist der 2. Maerz und ich bin heute in der Stimmung fuer schlechte Witze, zudem habe ich mich heute erstmals auf einer Strassenwaage schaetzen lassen und wog doch tatsaechlich exakt 66,6 kg. Wenn das kein Zeichen ist.

So, unser Weg verschlug uns nach Bangkok, die hiesige Provinzhauptstadt. Hier wohnt auch der Koenig und seine Familie. Allerdings seit neustem um eine koenigliche Schwester aermer, wenn ich die schwarze Kleidung , zerknitterten Gesichter und provisorischen Altaere richtig deute. An dieser Stelle ein Schweigedoppelleerzeichen fuer die gute Frau: . Ne im Ernst, dieser Moarchenkult hier geht mir ziemlich auf den Sack. Ueberall riesige Plakate des doch ziemlich haesslichen, segelohrigen, bebrillten Koenigs, ueberall die gelben T-Shirts und die allgegenwaertige Geilheit auf alles was glaenzt. Das nimmt mitunter offensichtlich laecherliche Ausmasse an: Ein riesiger Torbogen mit etwa 20 verschiedenen Fotos des Koenigs im A1 Format beispielsweise faellt schon aus der Entfernung auf, weil er eklig in der Sonne glaenzt. Der Trick dabei: er ist in umgedrehte CDs gehuellt! Wie stillos ist das denn? Drunter prangen zwei grosse Hasen, die in Alufolie oder aehnliches eingewickelt sind, vermutlich ein Symblo fuer die infinite Potenz des edlen Herrschers.
Trotzdem kann man wohl gut shoppen hier, wie mir Alenka versicherte.

Um einiges interessanter war dann schon der leider sehr kurze Ausflug in den Norden Thailands. Wir nahmen einen Zug nach Chiang Mai, wo wir uns ein wenig umsahen - gibt sehr viele huebsche kleine Wats dort. Ich bin beinahe hundert Kilometer mit dem Moped rumgeduest, war spassig!
Anschliessend ging es mit dem Bus nach Sukhothai, wo es ein eindrucksvolles Gebiet voller alter Wats, teilweise nur Ruinen, Statuen etc gibt, das sich ueber etliche Quadratkilometer erstreckt. Hier bin ich auch mit Alenka hintendrauf riumgeduest, allerdings nicht ganz hundert Kilometer, sondern nur etwa 20 - 30 und mit nem Fahrrad, das nur einen Gang hatte, das war am Anfang auch lustig, nach einigen Stunden nicht mehr so.
Aber war sehr beeindruckend: es lohnt sich, die jeweiligen Flickrseiten zu checken. Oder besser: gebt bei der google- Bildersuche einfach "Sukhothai Historical Park" ein, da findet ihr vermutlich bessere Bilder.

So, nun sind wir wieder zurueck in Bangkok, der Grund der Eile: unsere Visa laufen in 3 Tagen aus, bis dahin muessen wir zumindest kurz ausser Landes gehen. Wir haben dafuer Cambodia gewaehlt und machen uns so morgen mit dem Bus auf nach Siam Reap um uns ein paar Tage durchs Angkor Wat etc zu schlagen. Da gibts dann noch mehr stinklangweilige Tempelfotos, holt also besser schonmal die Partyhuete aus den Kommoden.

Mehr faellt mir nicht ein, bleibt sauber.

Ah doch, die Busfahrt von Sukhothai zurueck nach Bangkok war richtig schoen beschissen. Die Fuzzis die sich Personal schimpfen waren so herzlich scheisse unfreundlich. Ich habe trotz mehrstuendiger Nachtfahrt kaum ein Auge zugekriegt sondern sass da und habe an all die Momente in meinem Leben denken muessen, an denen ich in hilflosem Hass gefangen war. Gar nicht so viele, aber jetzt einer mehr. Bleibt nur zu fluchen: Hoffentlich faellt die gesamte verdammt Buscrew (summa summarum 2 Frauen) beim Koenig in Ungnade und wird oeffentlich von der gesamten Palastwache und Moenchschaft aller Wats Thailands vergewaltigt werden. Moegen zudem ihre Eierstoecke verwelken, damit die Vergewaltigungskinder ihre letzten werden, ausserdem ihre bisherige Brut ersoffen, damit es auch die einzigen sind.

So, damit waere denke ich alles gesagt.

Ich melde mich wieder aus Bangkok in 5 Tagen oder so, vermutlich auch das letzte mal aus dem Urlaub, nach Cambodia zeige ich meiner Herzensdame naemlich noch meine Interimsheimat Xiamen.

Bye bye kraaaaaaaaap

Sonntag, 24. Februar 2008

Antidisestablishmentarianism Oh!

Supercaligragilisticexpialidocious!

So, also wer keinen Tauchschein hat, darf sich von nun an nicht mehr darueber lustig machen, dass ich meinen Fuehrerschein noch nicht gemacht habe. Und Karl zaehlt nicht, der hat nicht studiert!

Ja, mein Fruwen und ich haben auf Ko Phi Phi das Tauchen erlernt und duerfen jetzt immer und ueberall bis zu 18 m ins kuehle Nass eintauchen. Auch wenn es gar nicht kuehl ist, wie zum Beispiel hier - ca 29 Grad Celsius Wassertemperatur.

Tja, sonst ist nicht viel passiert. Wir haben eine angenehme da gluecklicherweise tsunamifreie Zeit auf der fuer ihre Karstfelsenformationen und schoenen Tauchgebiete (das zweitbeste, was man nach den Similaren (oder so) in Thailand kriegen kann) bekannten Insel verbracht. Ein Lunch am Strand gegenueber von "The Beach" (selbe Bucht, ultimativ alternative 30 Meter entfernt vom bekannten Drehort) muss genauso erwaehnt werden, wie die Tatsache, dass Alenka vermutlich effektiv 5 Lebensjahre und zumindest kurzfristig auch jegliche Lebensfreude geraubt wurden: sie partizipierte an ihrer ersten Thaimassage - auf der falschen Seite der Schlachtbank. Hatte aber schon was, wie sie total verspannt und von Schmerzen geplagt zurueckkam, und etwas von Gymnastik statt Massage murmelte. Naja, zumindest kommt es wesentlich billiger als die Massage in der Bundesrepublik, vermutlich ist Thaimassage deshalb auch so bekannt.

Nun haben wir gerade die Nacht im Bus verbracht und sind nach Bangkok vorgestossen, wo ich soeben im neuen Hostel sitze, auf einen Monitor starre und diesen Satz schreibe.
Florian schreibt "Florian schreibt x"
Wenn das mal nicht eine deftige Selbstbezueglichkeit ohne jede Demonstrativpronomen ist!

So, des wars erstmal, wie der Schwabe an meiner Stelle wohl schriebe...

Montag, 18. Februar 2008

Ich bin entmannt

Von ehemals stolzen 60 cm hat Alenka ca 15 abgeschnitten!
Aber jetzt verknotet sich nichts mehr so schnell...

Ein erbarmungswuerdiger Anblick, aber Haare wachsen ja fix wieder nach.

SO. Wir verharrten sehr lange in Krabi Town, nun ist Alenka wieder wohl auf und es geht auf nach Ko Phi Phi. Wenn alles nach Plan laeuft, werden wir dort einen Tauchschein machen.

In den letzten Tagen ist bemerkenswertes nur dreierlei passiert: Wir haben zum einen einen buddhistishen Tempel besucht, dessen Anlagen eine auf einem Karstfelsen stund, den man zu Fuss vermittels 1237er Treppenstufen erklimmen musste! Von denen so manche fast Kniehoch war.
Der Ausblick war praechtig!
Zum zweiten haben wir zwei schoene Gewaesser besucht und bebadet: die Hot Spring Waterfalls- eine huebsche Sache: 40-42 Grad (Celsius) warmes Wasser, das sich gemuetlich einen kleinen Abhang herunterschlawenzt hat, nicht ohne zahlreiche natuerliche pools zu durchfliessen, in denen man sich luemmeln und vom warmen Wasser ueberfliessen lassen konnte. Stieg man weiter runter, konnte man dann ein (relativ) kaltes Bad in einem gemaechlich daherstroemenden Fluss geniessen. Ausserdem fuhren wir zu dem so (oder so aehnlich) ganannten Emerald Pool. Ein kleiner und ebenfalls warmer See (angeblich 30-50 Grad Celsius), dessen Wasser aufgrund einer Chemikalie (Cyankali oder Trinitrotoluol oder so) tuerkis gefaerbt war. Auf einer Tafel daneben stand, das Wasser sei zum Trinken nicht geeignet, ueber Bebadbarkeit wurde sich ausgeschwiegen.
Und drittens und letztens, der aufmerksame Leser hat schon aufgemerkt: ich schreib naemlich wir fuhren zum Emerald Pool. Aeh, und in dem Fall ist "fuhren" aktiv. Ich unternahm meine ersten Schritte im Weltstrassenverkehr: wir mieteten ein Moped und auch mir wurde gestattet zu fahren. Am ersten Tage nur ein paar Kilometer auf einer ruhigen Strasse, an einem zweiten Auch auf einer vielbefahrenen mehrspurigen Strasse und nachts und durch die Stadt! Und das bei linksverkehr. JA, zittert deutsche Autofahrer, ich komme!

So, jetzt werde ich noch fix ein paar Fotos hochladen. Zu eurem Besten wohlgemerkt. Checkt auch Alenkas Fotos (oben rechts bei den links dabei).

Wuenscht mir Glueck fuers Tauchen. Ob man explodiert wenn man zu schnell auftaucht?

Donnerstag, 14. Februar 2008

Thailand

So, fuer alle die noch nicht wissen wie's im Ausland so ist, hier endlich Abhilfe!

Nun, fairerweise muss ich schon vorher dazu sagen: wir sind bislang am Rumtingeln im Sueden: Zuerst per Bus von Malysien nach Hatyai (oder so), wo gelegentlich noch Bomben fallen, direkt weiter zu einer Stadt mit "S" (nicht Sambuko), dann nach Pak Bara (oder aehnlich), von wo aus wir mit dem Boot zu Ko Lipe hinueberschippern wollten. Diese Insel ist im Lonely Planet als relativ ruhig und gemuetlich beschrieben (im Gegensatz zu Touristenhochburgen wie Krabi oder gar Phuket oder die Supertauchinsel Ko Tau etc. Aber auf Ko Lipe angekommen hat es uns doch sofort das Muetchen gekuehlt- alles voll eklem, fetten weissen Fleisch, Bungalows restlos belegt, alle die was hatten, starteten bei deutschen Hotelpreisen (waren aber im Gegensatz zu denen, die komplett ausreserviert waren, wenigstens freundlich - es ist echt der Wahnsinn, wie die einen Scheiss auf einen geben, wenn sie alle Zimmer unter die Leute gebracht haben!) Schliesslich haben wir ein Zimmer in mittlerer Preisklasse (ca 12 Euro pro Nacht) finden koennen, aber es war trotzdem kein Spass. Alles extrem touristisch. Nunja, wir hatten eine schoene Schnorcheltour, nach der ich auch endlich Alenkas Draengen nachgegeben habe, wir muessten unbedingt 'nen Tauchschein machen, wenn wir schonmal hier seien. Vermutlich wirds Ko Phiphi, aber mal schauen, vllt kann ich mich noch rausquatschen.

Nach ungefaehr 3 Tagen ging es dann weiter gen Krabi, wo ich auch gerade wieder sitze. Allerdings waren wir inzwischen auch fuer 3 Tage (oder so) am Thong Sai Beach, der Budgetvariante direkt neben Railay (-ost, -west und wie sie alle heissen). Positiv ist anzumerken, dass dieser Thong Sai Beach im Vergleich zu den anderen Railay-Straenden echt paradiesisch ist. Letztere sind solche, wo man echt aufpassen muss, wo man hintritt am Strand, um keinen Touristen zu verletzen. Wir hatten in ner relativ leeren Bucht mit doch recht ansehnlichem Strand und natuerlich den fuer Krabi bekannten geilen Felsformationen und kleinen Inseln mit krassen Formen eine billige Huette, ca 8 Quadratmeter, direkt am Strand. Einziger Nachteil: die Huette stand nicht nur direkt am Strand sondern auch im Wirkungsbereich zweier Strandbars. Man konnte die Musik nicht nur hoeren, sondern auch fuehlen und vermutlich haette man sie auch an den Huettenwaenden sehen koennen, wenn es nicht nachts und damit dunkel gewesen waere. Selbst ich als eingeschworener Kakophonist fand es nicht einfach, zum Rhytmus von Reggae und Techno gleichzeitig durchgeschuettelt und taub gebruellt zu werden und dabei einzuschlafen.
Aber Schwamm drueber, die Urlauber dort waren auch etwas angenehmer als an den Nachbarstraenden - groesstenteils Kletterer und Rastafaris- man fand selten Orte, an denen es nicht nach Gras duftete.
Aber ja, alternativ ist nicht gleich angenehm und kann zur Schau gestellt auch auf den Sack gehen und auch dort schaut jeder nur nach dem Geldbeutel, ja, auch die total relaxten Thai-Rastafaris. Wenn man jeden Tag nichts als billige Bratnudeln oder -reis bestellt, muss man schon damit rechnen, irgendwann nicht mehr bedient zu werden, oder dass man dreimal nach seinen Bestellungen fragen muss, damit sie dann 20 Minuten spaeter an die 5 Meter entfernte Kueche weiter gegeben werden. Nunja, Einzelheiten sind uninteressant, ich weiss, aber ja, allgemein muss ich schon sagen, dass die Abhaengigkeit der Einheimischen vom Tourismus einen krassen Einfluss hat, es macht echt keinen Spass!
Im Lonely Planet steht zwar trotz der relativ spaeten 2007-er Neuauflage sehr sehr viel Scheiss, aber man koennte ihn hier im Sueden ernsthaft folgendermassen benutzen: einfach mit einem neutralen Atlanten abgleichen und ueberall dort hingehen, ueber das nichts im LP steht!

Ausserdem mussten wir feststellen, dass auch Trauminseln nach kurzer Zeit oede sind. Es lebe Mobilitaet! Dass wir jetzt in Krabi Town sind, geht auf ne Entscheidung von heute frueh zurueck. Es ist echt herrlich, wenn man nicht an Buchungen gebunden ist!

Die coolste Zeit hatten wir eigentlich, wenn wir stets die regulaeren Linienbusse statt der fuer Touristen reservierten Minivans genutzt haben um uns von einem Ort zum anderen zu bewegen. Es ist der Wahnsinn: die Leute dort laecheln einen an, obwohl sie nichts zu verkaufen haben!!! Sehr krass nach allem, was ich bisher hier erlebt habe.

Nunja, Thong Sai war schon besser als Ko Lipe und wir haben gelernt, dass es paradox ist, ausgerechnet auf Lonely Planet Tipps a la "wenige Touristen", "schoen ruhig" auch nur den kleinsten Furz zu geben und ich bin zuversichtlich, dass es npoch schoener wird. Spaetestens wenn man sich dann mit der Rolle als Geldscheissendes Nutzvieh abgefunden hat.

Ahja, erschwerdend kommt Krankheit hinzu. Ich hatte gestern einen Austag, Alenka hat schon seit Malaysien etwas rumgekraenkelt und heute hat es voll zugeschlagen. Liegt im Bett und plappert Mist, mal schauen was passiert.

Euch eine frohe Zeit!

Sonntag, 3. Februar 2008

Von Kuala Lumpur bis zum Stromboli

Regnerisch begonn Kuala Lumpur, und der Regen sass uns noch eine Weile im Genick, aber es war trotzdem eine angenehme Zeit.
Kuala Lumpur ist der Wahnsinn! Viel mehr Leben, mehr Cafees, mehr HOCHhaeuser, mehr Prostituierte und mehr Farbe als im dagegen sterbenslangweilig anmutenden Singapur. UND mehr Moskitos als im Dschungel, aber das lag wohl am Hostel.
Sollten Berliner anwesend sein, die viel auf ihren Weiher an der stolzen Spree geben: Berlin ist das, was herauskommt, wenn ein Kuala Lumpuraner zu viel getrunken hat und es nicht mehr zum Klo schafft. Hm, die Metapher hinkt: auch WENN er es zum Klo schafft, kommt das selbe raus!
Die message bleibt die selbe.

Solltet ihr eines tage svor der Wahl stehen, Singapur oder Kuala Lumpur (im folgenden als KL abgekuerzt) zu sehen, waehlt letzteresm egal was ihr moegt! Und wenn ihr gerne mal frank und frei einen kaugummi kaut und NICHT auf Pruegel steht, dann sowieso!

In KL stehen ja auch der seit 2004 nur zweithoechste Gebaeudekomplex unseres Planeten (der KEIN Funkturm oder aehnliches ist, versteht sich): die Petronas Towers. Die sind auf fast halber Hoehe durch die Skybridge verbunden, auf die man zunaechst scheinbar sogar kostenlos hochkann um sich am Anblicke KLs von oben zu laben. Allerdings muss man sich dann vorher unvermittels mit 3d Brillen einen viertelstuendigen Spot darueber anschauen und -hoeren, wie toll doch Petronas, ein hiesiger Speiseoelmagnat, ist!
Aber es lohnt sich, der Ausblick ist bemerkenswert: selbst von nicht mal halber Hoehe ueberschaut man laessig die meisten anderen Gebaeude der Innenstadt - siehe Fotoseite.

Danach ging es nordwaerts in die Cameron Highlands, wo es eigentlich wandern gehen sollte, diesmal nicht durch Mangrovenwald, aber dafuer Dschungel PLUS Berg! Als wir zwei Drittel des hoechsten Berges (irgendwas bei 1800 Meter) in der Haelfte der angedachten Zeit erklommen hatten, bekam (und aus Gruenden Alenkas' Privatsphaere muss ich das etwas umstaendlicher ausdruecken) einer von uns beiden Krankheit UND Periode zu spueren, kotzte ein bisschen ins Dickicht und wir mussten abbrechen. Aber wir haben keine tolle Aussicht verpasst, es fing ohnehin an zu regnen und wir haben bei schlechtem Wetter ein bisschen im billigen Hostel relaxt bzw etwaige Krankheiten auskuriert.

Am naechstem (dem heutigen) Tage ging es dann mit dem Bus weiter nordwaerts, zunaechst nach Ipoh. Dort angekommen, hatten wir dann aber doch Bock auf Strand, nach all dem Regen, und sind einfach im Bus geblieben, der uns schliesslich an die malaysische Nordostkueste auf die Insel Penang gebracht hat. Wir haben ein sehr schoenes billiges Hostel im Herzen von Georgetown, der groessten Stadt auf der insel, gefunden, wo ich auch gerade sitze und fleissig schreibe.
So unser Abendbrot ist soeben gekommen, ich muss dann mal.

Nur eines noch: Thailand ist nahe - wir kommen!!!

Dienstag, 29. Januar 2008

Komm nach Hause Kinder machen- Wir haben Affen gesehen!!!

Ich versuchte soeben mit dem Microsoft Picture Manager ein Foto (10 Megapixel muss ich fairerweise erwaehnen) um 90 Grad zu drehen. Nach 5 Minuten Wartezeit muss ch nun zwar noch immer Kopf oder Monitor drehen aber die Rache ist fix ersonnen: Ich werde, sobald ich hiermit fertig bin, 20mal den Flickr Uploader auf dem Desktop installieren. Und augenblicklich das griechische Tastaturlayout!

So, eine ereignisreiche Zeit liegt hinter mir und meiner Gespielin.

Das letzte Mal bloggte ich ja schon aus Sandakan auf Borneo, aber der Vollstaendigkeit halber muss ich noch folgendes erwaehnen: Als wir das lustige Staetchen Singapur verlassen wollten, stolperten wir Gluecklichen noch ueber ein cooles Hindufest: Thai Pusam!
Es scheint dabei hauptsaechlich darum zu gehen sich mit moeglichst vielen Fleischhaken moeglichst grosse und schwere tragbare Altaere (kavadis) aufzulasten, sich dabei moeglichst viele Schmerzen zuzufuegen um (wie ich soeben recherchierte) moeglichst stark an Lord Murugan zu denken... andere Laender andere Sitten! Sah putzig aus- Bilder auf Flickr.

So, Zeitraffer- Singapur- Kuala Lumpur- Sandakan- Alenka entschied sich, dass wir in den Dschungel gehen wollen. Trotz anfaenglicher Zweifel meinerseits (hauptsaechlich auf der durchschnittlichen Moskitopopulation selbst unser heimischen Wasserloecher begruendet) war es ein schoener Trip! Wir sahen inTag- und Nachtwanderungen und -bootsfahrten allerlei Getier... Affen (sowohl apes als auch monkeys), Blutegel, Taranteln, Skorpione, Krokodile und andere Echsen und Insekten aller Art. Am meisten beeindruckt hat mich aber die Umgebung an sich- es handelte sich naemlich um einen waschechten Mangrovenwald! Sehr eindrucksvoll muss ich sagen. Allerdings bin ich vor lauter Tierfotographie nicht oft dazu gekommen, die Landschaft angemessen abzulichten...
Explizit zu erwaehnen gilt es die Begegnung mit meinem persoenlichen Albtraum/Alptraum. Ich bin ja weithin als Arachnophob bekannt. Waehrend einer naechtlichen (!) Trekkingtour durch den Dschungel erblickten wir im Lichte unserer Taschenlampen auf einem Baumstamm 2 Meter ueber unseren Koepfen lauernd einen gar putzigen Gesellen: Meister Langbein in Kindskopfgroesse. Ungeachtet seiner enormen Leibestuechtigkeit (ein gutes Stueckchen groesser als eine normale Maennerhand) war das Scheissvieh auch noch bemerkenswert schnell!
Ich wueste nicht, wie ich einem solchen Ungetuem beim Arenakampf begegnen sollte - ich denke unter Flammenwerfer ginge da nichts.
Apropos Kampf:
Ich obvservierte gemeinsam mit einer britischen Mitsafarantin eine Meute Makakis, die um die bohemen Verschlaege tollten, welche unsere Schlafgemecher darstellten, als ploetzlich 2-3 Maennchen anfingen uns anzufauchen. Gar nicht mehr so putzig die Gesellen! Aus heiterem Himmel sprang dann auch der Rudelfuehrer (den ich bis zu diesem Augenblick auch noch nie gesehen hatte- ein gutes Stueckchen groesser als der Rest) auf uns zu und landete etwa einen Meter vor uns, fletschte die Zaehne (groesser als man bei einem Tier von hoechstens einem Meter Leibesgroesse vermutet!!!) und fing an uns anzufauchen. Nunja, England floh Hals ueber Kopf und mir fiel nichts besseres ein als noch etwas nach vorne zu treten, die Zaehne zu fletschen und zurueck zu fauchen. Ein dominantes Maennchen kann ja nicht einfach vor dem anderen kuschen...
Nach etwa 3 Sekunden brach ich dann den Augenkontakt ab und den geordneten Rueckzug an und schaffte es so, ohne Kratz- oder gar Bisswunden relativ wuerdevoll davon zu kommen.
Kein schlechtes Gefuehl im Nachhinein, in den Legenden wird ein Gorilla (oder gorilla gorilla gorilla, wie der Kerl im Fachjargon bezeichnet wird) aus dem Makaki werden und ich bin's zufrieden.
Soviel zum Dschungel.

So, anschliessend haben wir uns noch einen Besuch in 'ner Krokodilsfarm gegeben und dann ging es ab nacvh Kuala Lumpur, wo ich grad im Hostel am Rechner hocke. Alenka langweilt sich derweil im Zimmer, draussen REGNET es grad (die Grossbuchstaben sind an dieser Stelle Ersatz der sonst ueblich ausgelatschten Moechtegernmetaphern, die vergeblich versuchen, die Gewaltigkeit des Gusses darzustellen) und ich werde nun mal Schluss machen. Es wollen noch Fotos fuer Flickr ausgewaehlt und hochgeladen werden. Ich Intelligenzbolzen merke gerade, dass ich den Upload auch haette nebenher laufen lassen koennen, waehrend ich diesen Schwachsinn hier schreibe, dann muesste ich in naher Zukunft nicht da sitzen und zuschauen, wie sich die Bilder ins Internet quaelen.

Naja, liberi iacta sunt, wie der Sudete spricht.

Bis zum naechsten Mal.
Mazal tof!

Mittwoch, 23. Januar 2008

Sabah, Sandakan

Peinlich, peinlich, der Schriftsatz war der gleiche, vielleicht lag es DOCH am Alkohol.

Wir haben eine lustige Zeit hinter uns, die ich kurz zusammenfassen will, bevor ich ins Bett falle um etwas Schlaf nachzuholen. Sehr grob:
Haben Bus von Singapur nach Kuala Lumpur genommen. Plan war: 17 Uhr Abfahrt, 4 Stunden Fahrt (fuer 340 Kilometer Strecke, klang also plausibel, was uns die Reisebuerotante da erzaehlt hat), 21 Uhr Ankunft in KL, gemuetliches Abchecken wo der Flughafen ist, irgendein Nahverkehrsmittel dort hin besteigen, pennend auf den Flieger warten und ab dafuer!
Das ganze sah dann tatsaechlich so aus: Reiseagentur hatte uns beschissen, Fahrt dauerte (planmaessig!) 6 Stunden, knapp vor 23 Uhr Ankunft im Herzen KL`s (10 Taximinuten von den Petronasdingsies), augenblicklich umschwaermt und zugelabert von den dreistesten Taxifahrern die ich jemal erlebt hat. Es stellte sich heraus, dass unser Terminal etwa 90 km von unserer Position entfernt war! Da keinen einzigen Ringit in der Tasche, erstmal ATM gesucht, schliesslich doch einen recht netten Taxifahrer getroffen, der uns dann allerdings zu einem privaten Auto fuehrte, statt zu einem Taxi. Er macht uns ein gutes Angebot, daher stiegen wir ein, bekamen es mit der Angst zu tun, als er unmittelbar in immer kleinere, dunklere Gassen fuhr. Letztlich brachte er uns aber gluecklicherweise zum Flughafen, wo ich mir von 0:30 bis 5:30 Uhr die Nacht um die Ohren schlug und ueber Alenkas Schlaf und unser Gepaeck wachte.
Nuja, jetzt sind wir hier, es ist sehr huebsch! Die Leute sind sehr viel netter als Chinesen und regelrecht xenophil- so gut wie keiner laechelt einem nicht zu! Dabei nebenbei bemerkt keine Spur von Aufdringlichkeit! Auch nicht die Taxifahrer, Verkaeufer und Bettler! Sehr angenehm.

So ihr merkt es am mangelnden Schliff, ich bin stinkemuede, wir hoeren voneinander!

Ahja, Alenka will gerne einen 3-taegigen (gefuehrten) Dschungel-Trpip machen, wenn also demnaechst kein neuer Blog erscheint, bin ich entweder vom Nilpferd zertrampelt, vom Krokodil gefressen, von Moskitos niedergestochen wurden oder schlicht noch nicht zurueck. Wuenscht mir auf jeden Falkl Glueck zum Bestehen im gefaehrlichen Arreal!

Dienstag, 22. Januar 2008

Singapur

Hey, da bin ich mal wieder, diesmal mit etwas größerem Schriftsatz, wenn ich nicht täusche...

Vielleicht scheint das aber auch nur so zu sein, weil man hier in Singapur sehr nahe am Äquator ist- da passieren manchmal komische Sachen.

WENN ihr zum Beispiel mal die Gelegenheit habt, auf einem dem Äquator entlang in Drehrichtung fahrenden Schiff den Ausschaukorb (oder wie das heißt... ihr wisst schon: "Land in Sicht!") erklettern zu dürfen, nehmt einen Stein mit und lasst ihn von oben fallen, ihr werdet feststellen, dass er nicht achtern fliegt sondern auf dem Bug landen wird, vorausgesetzt, der Mast ist ausreichend hoch (bei ein paar Kilometern sollte der Effekt in unmittelbarer Äuatornähe schon recht deutlich zu erkennen sein) und es herrscht absolute Windstille!

Nunja, desweiteren bedingt der Aufenthalt zwischen den ersten paar Breitengradlinien auch das Klima! Es ist hier ziemlich heiß und sehr feucht. Auch gestählt durch den Aufenthalt im subtropischen Xiamen komme ich hier ab und an nicht umhin zu bemerken: Es ist verdammt schwül!

Nach 5 Monaten Abstinenz bin ich nun auch wieder mit meinem holden Weibsbild vereint. Die nächsten 2 Monate Reise setzen wir heute nach 4-tägigem Singapur-Aufenthalt mit dem Bus nach Kuala Lumpur fort. Morgen früh steigen wir dann in den Flieger Richtung Borneo (--> Sabah --> Sandakan um genau zu sein).

Aber eh ich mich in Spekulationen über den Aufenthalt dort versenke, resümiere ich doch lieber die Zeit hier:
Singapur ist eine feine Stadt. Wir haben hier bei Bekannten im Stadtteil Little India gewohnt, hatten also eine gemütliche UND kostenlose Bleibe beinahe im Herzen der Stadt. Von hier aus haben wir dann meist zu Fuss Streifzüge durch das restliche Zentrum unternommen, sind durch die vermutlich teuerste Einkaufsmeile Südostasiens geschlendert (etwa das Niveau deutscher Großstädte würde ich meinen), waren in Chinatown, wo grad das Frühlingsfest (chinesischer Jahreswechsel [von Schwein zu Maus]) eingeläutet wird und haben die hübsche Insel Sentosa bewandert (es gab unter anderem rosa Delphine zu bestauenen) - dort kam schon etwas Strand-Laune auf.
Mit dem drakonischen Strafgesetz sind wir nicht in Kontakt gekommen- wir haben einfach Heroin und Kaugummis zu Hause gelassen!

So, ich muss dann mal - der Pool ruft!

Lasst es euch gut gehen, vergesst nicht die Handschuhe, wenn ihr mit dem Rad unterwegs seid.

Für Fotos checkt von nun an nicht nur meine (www.flickr.com/photos/sitte) sondern auch (und sowieso schon immer) Alenkas Foto-Seite ( http://www.flickr.com/photos/11682524@N02/).

Donnerstag, 17. Januar 2008

Endlich Urlaub

So, nachdem ich hier monatelang in Xiamen gedarbt habe, geht´s nun mal wieder raus in die Weltgeschichte.
in 11 Stunden geht mein Flieger nach Singapur, wo ich mich mit Alenka treffe. Zusammen geht´s dann nach Borneo und über Kuala Lumpur an die thailändische Westküste und weiter hoch.
2 Monate dauert der Spaß und ich freue mich enorm darauf.

Es wird dann sicherlich wieder häufiger mal nen Blogeintrag und ein paar neue Fotos (http://www.flickr.com/photos/sitte) geben.

Dienstag, 1. Januar 2008

新年快乐!

Das ist phrygisch und heißt: "Auch du, Cunnilingus?"

Wie auch immer.
Ich wünsche allen fleißigen Lesern frohe Weihnachten und ein superdupertolles 2008. Und allen deren Eltern im Wonnemonat März spitz waren auch nachträglich ein frohes Wurffest!

Mir ist soeben ein bislang für mich unikales Erlebnis widerfahren: Ich kroch aus meinem Bett, telefonierte ein paar Stündchen mit Alenka und frühstückte dann mit einem Freund auf meinem Balkon nach Süden raus. Es war mein erstes echtes Frühstück in China- aufgetischt wurde nämlich Baguette und Nussnougatcreme, dazu wurde grüner Tee geschlürft. Als ich mich so aus dem Fenster lehnte und aufs Meer rausblickte, fiel mir die Sonne ins Gesicht (kann man das so sagen? Ich habe keine Ahnung- im Fall der Fälle: es IST eine Metapher und soll soviel bedeuten wie: ich sah sie) und ich frug mich, warum sie denn noch so tief stünde und rot sei... Des Rätsels Lösung war: ich hatte soeben ein erstes Mal ein Frühstück bei SonnenUNTERgang eingenommen. Und das, obwohl ich schon etwa 8100 Gelegenheiten dazu hatte. Es gibt viel zu tun!

So, Weihnachten war lustig, wenn auch nicht weihnachtlich.
Sylvester war lustig wenn auch etwas fad ohne Freundin und alte Kumpels. Die Typen hier wissen einfach nicht wie man ab 8 Uhr morgens weiter fetet...
Bilder von dem ganzen Spass findet ihr in Bälde auf der Foto-Seite (http://www.flickr.com/photos/sitte/).

Was gibt es sonst zu berichten.
Ich habe mich schon eingelebt im neuen Domizil. Boxen sind gekauft um endlich mal ordentlich Krach machen zu können- es ist Wahnsinn was das für den Wohnkomfort ausmacht. Auch für den meiner Nachbarn möchte man meinen, aber die sind bis zu maximal 1,60 m groß, daher alles easy- keine Beschwerden.
Nun habe ich auch mal etwas Platz und Freiheiten, das Zimmer mit persönlichem Kram zu füllen. Eigens dafür habe ich mir auch eine Art Regal gekauft, das schon zwei Flaschen Portwein zieren- die waren grad im Ausverkauf!

Ich blicke auf eine Zeit positiven Stresses: In 17 Tagen setze ich mich frühmorgens in einen Flieger und düse Richtung Singapur um mich dort mit Alenka zu treffen. Doch bis dahin muss noch viel erledigt werden! Ein Paket nach Deutschland will gefüllt und abgeschickt werden, 2 Monate Reise brauchen Planung und es gibt noch die Semesterabschlussprüfungen zu bestreiten. Letzteres ist relativ schnuppe, aber nichtsdestotrotzer wird mir all das die Zeit wie im Fluge vergehen machen.

Aus Thailand gib es dann wieder bestimmt ein bisschen mehr zu berichten, wenn ich mich mal bequeme vom Strand ins nächste Internetcafe zu wälzen, werde ich das denn auch tun.

Bei uns ist es wohl auch ziemlich frisch zur Zeit. Ich merke nciht so viel davon, aber die Leute zeigen mir nun auch hier ´nen Vogel, wenn ich nachts mit Sandalen und kurzen Hosen im Freien rumstolpere - das ist ein Indikator.

Frohe Zeit und bis in Bälde!

Florian

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Da bin ich wieder

So, da bin ich auch schon wieder.

Frohen Nikolaus nachträglich! In meine Badelatschen passt leider nicht so viel rein, daher hab ich auch das Putzen und alles gleich gelassen...
Und wenn ich einmal dabei bin, spare ich auch gleich noch Weihnachten und den ganzen Mistkram :(((

Falls jetzt jemand Mitleid hat:
Geschenke müsst ihr an eine neue Adresse schicken:

Florian Sitte
Room 608 (in dieser Zeile steckt auch der einzige Unterschied)
Nanguang 5 Building
Xiamen University
361005 Xiamen
Fujian Province
Peoples Republic of China

Meine neue Festnetznummer ist:

0086/5922194446

Meine neue Handynummer schließlich (denn wie heißt es so schön: Wenngleich schon, so doch!)

0086/13313704889

Aja, und weil mir blogger.com mit seinen Fotofehlern auf den Sack ging, gibts die Bilder jetzt woanders (und ich hoffe Herr Com kann das jetzt lesen!): http://www.flickr.com/photos/sitte/
Diese Seite ist also ab jetzt nur noch zum Lesen da.

Für die zwei Hanseln, die trotzdem weiterlesen:
Was ist also in den letzten Wochen so passiert... HM

Der Geburtstag

Jo, also das war für indonesische Verhätnisse recht gnädig. Ich wurde zu Strand gebracht und dort mit knapp Hundert Wasserballons und ein paar mit Meerwasser gefüllten Flaschen ne Viertelstunde über den Strand gehetzt. Im Anschluss zwang man mich, ein Zigarillo zu rauchen, in dessen Tabak man (ohne das ich es wusste natürlich) die kleingeriebenen Köpfe von Streichhölzern gemengt hatte. Der Plan war, dass das ganze explodiert während ich das rauche. Effekt war, dass mir schwummrig im Kopf geworden ist. Vermutlich sind nicht alle Chemikalien in chinesischen Streichholzköpfen zum verbrennen und inhalieren gedacht. Aber egal- ich lebe.
Am folgenden Tag ließ man mich 6 eklige Gelantine-Globs mit irgendwelchem unidentifizierbaren weißen Zeugs drinnen essen, von denen mir man danach verriet, dass es sich um Gehirn-Gelantine mit beinahe fingergroßen und -dicken rohen Meerwürmern handelte.
Nuja, danach habe ich schlechter Pool gespielt als üblich, aber auch hier keine langfristigen Defizite.
Etwas härtere Geburtstage findet man auf oben genannter Foto-Seite dokumentiert.

Eine Woche nach dem eigentlichen Jubiläumstage fand dann die Fete am Strand statt. Was sich da so zutrug, müsste ich eigentlich selbst nochmal nachfragen, aber ich habe leider auch vergessen, wer alles da war...
Nur soviel: Für eine 0,5 l-Flasche recht wohlschmeckenden Brandy´s bezahlt man hier 12 RMB, das entspricht 1,20 € :))
Und das ist noch nichtmal das billigste, was man hier an Schnaps kriegen kann: Für bereits 30€ kann man nen halben Liter 40-prozentigen Klaren bekommen, aber den habe ich nur einmal gekauft.

Geh doch zu Hause

Ja, danach ist etwas an sich sehr unspektakuläres passiert, das mir aber etwas zu denken gegeben hat.
Bis auf meinen besten Freund unter ihnen, sind die Amis von meiner Etage zurück nach Hause.
Das brachte zum einen einige nette Geschenke mit sich: Ich bin jetzt zum Beispiel im Besitz zweier originaler Baseball-Handschuhe samt zwei passender Bälle. Damit schmeißt man hin und her, dank der Tatsache, dass die Bälle steinhart sind, auch über sehr beeindruckende Distanzen. Eines Tages hat sich mir ein über 50-60 Meter geschleudert Ball nach einem unglücklich flach abspringenden Boden-Aufpraller genau dorthinein geflatscht wo es richtig weh tut. Aber das gehört vielleicht auch gar nicht hierher.
Nunja, zum anderen jedenfalls machte mich die Heimkehr der Amis Denken: Ich bin schon satte 4 Monate hier und die Zeit verging bis auf einige Frustphasen in der Anfangszeit wie im Fluge. Wenn ich jetzt schon nach Hause müsste - es wäre schlimm! Und auch die Zeit die noch vor mir liegt, wird fix vergehen. Der kommende Monat wir dank Weihnachts- und Sylvesterfeten und Semesterabschlussprüfungen fix vergehen. Anschließend werde ich 2 Monate mit Alenka durch Südostasien touren. Damit verpasse ich auch schon einen Monat des ohnehin schon sehr kurzen Sommersemesters und habe noch 3einhalb Monate Uni bevor schon wieder Schluss ist!
Sehr krass!

Sportfest

Ansonsten gibt es nur noch ein berichtenswertes Erlebnis. Das 42. Sportfest der Xiamen University.
Es trug sich folgendermaßen zu: Ich hörte von einem Sportfest und dachte, warum nicht ein bisschen bewegen? Drum ließ ich also einigen indonesischen Freunden freie Hand dabei, mich für verschiedene Sportarten anzumelden.
Sie wählten: 100-Meter-Staffel, 60-Meter-Sackhüpfen , 400-Meter-Lauf und eine 20-Mann-Staffel über jeweils 60 Meter.
Nuja, ich latschte also am entsprechenden Morgen mit zwei der anderen 100-Meter Läufer für die erste Staffel (zwei gute Freunde) Richtung Stadion, der vierte Läufer stand noch nicht fest, und sprachen darüber wie unsportlich wir so sind. Ich zum Beispiel war noch nie ein guter Sprinter und bin auch seit der letzten Leistungskontrolle im Gymnasium nicht mehr auf Geschwindigkeit gerannt. Das ist so 4-5 Jahre her.
Nunja, als das Stadion in Sichtweite geriet, stellte sich heraus, dass das gar nicht die Spassveranstaltung war, die ich erwartet hatte... Das halbe Stadion war vollgestopft mit Chinesen. Schlimm daran war, dass etwa 80 Prozent der anwesenden Massen nicht zum kompetieren selbst gekommen waren, sondern um dem Treiben als anfeuerndes Viditorium beizuwohnen. Die Sportler selbst waren offenbar der Schaum auf der Brandung der chinesischen Bewegungstreibenden. Die drittklassige Metapher meint nicht, dass sie besonders schmutzig waren.
Teilweise liefen die 4-Mann-Staffeln sogar uniform und auch einige Soldaten zeigten, was sie Krieg und Langer Marsch gelehrt hatten.
Wie sich außerdem herausstellte, war unser "Team" ebenfalls nicht nur eines unter 12 teilnehmenden, sondern die heißerwarteten Repräsentanten der Ausländerabteilung der Universität!!!!
Ich kann mir gut vorstellen, dass ich von so manchem auch noch als Favorit gehandelt wurde, da ich grob geschätzt nen halben Meter größer war, als meine Opponenten, aber unmitelbar nach meinem Start waren alle Unklarheiten in der Hinsicht beseitigt.
Kurz bevor ich als Erster Läufer startete, ging mir auch noch auf, dass die Chinesen ja nicht mit "Achtung--- Fertig---LOS!" starten. Aber es setzte einen Pistolenschuss, also alles gut.

Ich will euch nicht länger mit Details langweilen, doch eines ist noch erwähnenswert:
Am nächsten Morgen wurde ich angerufen, ich müsse doch bitte sofort kommen, da man auch noch einen Läufer für die 400-Meter-Staffel bräuchte. Es waren noch viel mehr Leute im Stadium als am Vortage. Lustig ist: 2 meiner Staffelkollegen (erster und letzter Läufer) brachen jeweils 20 Meter vor dem Ziel zusammen und mussten von mir mehr oder weniger zum nächsten Läufer bzw der Ziellinie getragen werden. Mein Vormann kam zwar auch gehend bei mir an, aber zumindest ohne Hilfe. Ich absolvierte eine gemütliche Runde, da wir ohnehin schon ewig zurück lagen und als ich in die Zielgerade einbog, die von Hunderten Chinesen gesäumt war, schwenkte ich den Staffelstab über meinem Kopf und alle jubelten dem Loser zu. Soviel Applaus hatte ich noch nie und werde ich wohl auch nie wieder bekommen. Fürs Abkacken. DAS kann ich mal meinen Enkeln erzählen, falls der oben erwähnte Baseball nicht unbemerkt größeren Schaden angerichtet hat.

Epilog

So, jetzt kann sich niemand mehr beschweren, dass ich nichts mehr schreibe.
Die den längeren Schreibpausen inhärente Information ist: ich fühle mich nicht mehr wie im Urlaub. Und versucht ihr mal einen Blog über Alltag zu führen.
Auch Fotos werden trotz vieler mit Sicherheit sehenswerter Motive immer seltener geschossen. Ich bin zu faul, die Kamera ständig mitzuschleppen, weil das zwar nur 200 Gramm zusätzlichen Gewichts bedeutet, aber extreme Aufmerksamkeit erzwingt (Diebe, Motivsuche). Zumeist bin ich hier jetzt in Badelatschen, Unterhemd und kurzen Hosen eher gemütlich unterwegs. So nimmt man die Gegend nochmal ganz anders wahr, als über den LCD des Fotoapparates.

So, jetzt ist aber Schluss hier.

Ich kann jetzt im übrigen wieder Kommentare beantworten.

Ach Mist, jetzt habe doch beinahe das Wichtigste vergessen! Ich wusste doch, dass noch was war:

Zimmer

Ihr wundertet euch vielleicht, dass ich vom Zimmer 603 ins Zimmer 608 gezogen bin.
Vielleicht auch nicht, aber höret trotzdem den Grund:
Nachdem mir mein Mitbewohner immer mehr auf den Kranz gegangen ist mit seinem ständigen Im-Zimmer-Gehocke-und-Fernsehen-Geschaue und Mit-seiner-Freudin-zusammen-im-Zimmer-Gehocke-und-Fernsehen-Geschaue oder Mit-seiner-Freudin-zusammen-im-Zimmer-Gehocke-und-Gestreite und einfach seiner bloßen meine Privatsphäre destruierenden Existenz habe ich um ein Einzelzimmer gekämpft und schließlich auch bekommen! Es handelt sich sogar um ein Doppelzimmer, das ich alleine bewohne- ist größer und billiger als ein Einzelzimmer.
Mein Leben in China geht nun also richtig los, ne eigene Bude ist echt unheimlich viel wert!

So, das wars jetzt aber wirklich!

Sonntag, 18. November 2007

ANGST

SO, lange nicht gemeldet hier.
Ähem, beim letzten Post gibt es leider ein Problem mit den Fotos. Bis auf den dummen Schmetterling ist nichts zu sehen, hab ich mir sagen lassen... Muss ich bei Gelegenheit mal korrigieren. Das schiebt sich nur deshalb ein bisschen auf (oder zieht es sich hin? Deutsch ist echt nicht so leicht wie man meinen mag!), weil das Internet hier so lahm ist, verzeiht mir das. Die doofen Fotos wären vermutlich ein Stundenprojekt. Naja, aber ich werde es angehen... wenn ich noch kann....
Denn hiermit ergreife ich die vllt letzte Gelegenheit, überhaupt irgendwas zu tun. Es ist nämlich so, dass meine indonesische Familie hier recht martialischen Bräuchen nachgeht, was Geburtstage angeht. Waren es nicht irgendwelche Inselvölker dieser Region das, was Vitamin-C-Mangel von Magellans Crew noch übrig gelassen hat, gefoltert, gefressen, mit Viren infiziert oder sonstwie dahingerafft hat? - Vermutlich hatte der gute Mann und bekannte Törner schlicht Geburtstag...
Es ist nämlich so, dass in Indonesien dem Geburtstagkind insofern besondere Aufmerksamkeit zuteil wird, als ihm möglichst viele schlimme Dinge angetan werden! Vor Füßen verbrennen, mit Torten ersticken, rohen Eiern zum Krüppel schießen, nachts mit verbundenen Füßen ins Meer werfen oder schlicht nackt an einen Baum fesseln und verhungern lassen schreckt hier niemand zurück.
Wenn ich die heutige Nacht also überleben SOLLTE, dann kann ich mir auch nicht sicher sein, ob ich noch genügend Finger habe, um im Blog zu schreiben, oder mir gewisse Traumata verbieten, überhaupt noch etwas anderes zu tun, als im Adamskostüm in Kreisen um eine schmutzige Teetasse zu hüpfen...

Naja, Welt ich hatte dich lieb und Jahrtausend, du bist genauso strange wie das Alte.
Miss Mozambique, ich komme!

Samstag, 27. Oktober 2007

Xiamen bebildert 2

So, die Zeit ist gekommen, um euch für die letzten doch etwas egomanischen Posts zu entschädigen. Ihr wollt ne Portion China und nicht mich :P
Drum also habe ich fleissig Fotos geschossen und nicht minder eifrig auch ältere Archive durchgestöbert um jetzt ein bisschen Bericht zu erstatten:

Zunächst ein paar Bilder aus dem 中山公园, dem Zhongshan Park. Ein sehr schöner Platz, um außerhalb des Campus etwas auszuspannen, etwa 15 Busminuten entfernt.
Begrüßt wird man von ein paar mürrisch dreinblickenden Fremdländern (wie überall hier) und einem Löwen, der auf ´nem Globus hockt. Wenn er sein rechtes Bein heben würde könnte er bequem auf Europa pissen, aber ich glaube, Großkatzen machen das nicht so... Die Bedeutung des Getiers (einschließlich des den unteren Teil der Erdkugel säumenden Raubvogelgeschwaders) bleibt mir schleierhaft- China ist zwar relativ weit nach oben gedreht, aber das kann ja nicht alles sein, oder? Ich warte auf Interpretationsvorschläge.
Desweiteren gibt es zu bestaunen einen Drachen aus Topfpflanzen. Naja, hübsch bunt und ziemlich groß und ein Drache eben- sieht man bei uns ja nicht so oft...

Es gibt noch einen kleinen Zoo (ohne Löwen und Drachen allerdings- Topfpflanzen findet man schon ein paar) und nen winzigenVergnügungspark für Kinder. Außerdem ist der Park von Kanälen durchzogen, die man nicht nur auf zahlreichen Brücken überqueren, sondern auch mit Booten durchfahren kann. Mein Lieblingsplätzchen dort sei noch kurz gezeigt. Es handelt sich um einen sehr ruhigen Ort etwas abseits des anderen Parkgedrängels. Rechts sehen wir die Vorderansicht, zur linken den Ausblick von oben (man kann über ein paar verschlungene Treppen nach oben laufen, wo man dann adrette Steintische und -stühle zum entspannen findet).










Zu guter letzt noch ein Schnappschuss vom Gelben Kaiser- der hält sich nämlich hin und wieder auch im Zhongshan -Park auf!So, ein paar Bilder vom Botanischen Garten, wie angekündigt. Dort ist es eigentlich noch hübscher- leider hat es fast den ganzen Tag geregnet, als wir dort waren...
Rechts sehen wir 2 frisch vermählte Chinesinnen beim traditionellen Stangenkampf. Bei dieser einzigen ausschließlich Frauen vorbehaltenen Kampfsportart muss sich eine Kontrahentin (die linke Person im Bild) mit dem Rücken zur anderen stehend gegen deren abwärts und von links geführte Schläge verteidigen. Wenn sie es schafft, quasi "blind" einen Treffer zu landen, werden die Positionen getauscht. Ziel des Spiels ist es, den Strohhut des Gegners auf den Stein in der Mitte zu befördern. Es mag nicht so aussehen, aber die benutzten Kampfstäbe wiegen gute 6-7 Kilogramm!
Ein angenehmer Nebeneffekt: überflüssiges Laub wird von den Bäumen geholt...
Desweiteren gab es inmitten eines schönen Waldes auf einem Berg einen kleinen Altar zu bewundern. Hier sehen wir eine stilsierte Darstellung von Hitler (deutlich erkennbar am Swastika in der Mitte), Dschingis Khan und Katharina der Großen vor ihrem Gefolge buddhistischer Heiliger oder auch daoistischer Unsterblicher.
Inmitten der für diese Region eher tyischen Gewächse fand sich sogar ein Kaktushain... MIT Kamel (das unten)! Links unten die Kakteen. Ziemlich große sogar! Links daneben stehend ein ungefähres Metermaß zum Größenvergleich...

So, auch mir bleibt irgendwann die Spucke weg, darum im folgenden ein paar unkommentierte Bilder...



(Ja, die gibt es nur hier- mal gut, dass ich das Foto reingestellt habe!)

Folgendes Bild entstand schon nicht mehr im botanischen Garten, sondern im euch inzwischen wohlbekannten Nanputuo-Tempel (da wo die Chinesen den Schildkröten lustige Botschaften auf die Rückenpanzer kleben). Ich fand die Kräne so hübsch...

Im folgenden zu bewundern: Cai, mein Mitbewohner und seine chinesische Freundin Xuwen in eben jenem noblen Restaurant, von dem früher schonmal die Rede war (auch Fotos gab es schon- riesiger runder Tisch, größtenteils von Südkoreanern besetzt, edles Gedeck etc...).

Im folgenden ein wenig von der Xiamen südlich vorgelagerten Insel Gulangyu, auf der ich inzwischen zweimal war. Ich muss sagen, nach alledem, was ich über sie schon gehört habe, war es ein wenig enttäuschend, dort zu sein! Es heißt, Gulangyu stünde ganz im Zeichen der klassischen Klaviermusik- entweder ein oder sogar mehrere gerühmte Klavierspieler Chinas kommen hierher. Man könne überall Beethoven und Mozart spielen hören, hieß es weiter, und man könne sich vor lauter Notenblattverkäufern kaum retten...
Naja, die traurige Realität war, dass man nur in unmittelbarer Nähe des Strandes tatsächlich Klaviermusik hören konnte- aus ziemlich mickrigen Lautsprechern mit erstaunlich schlechter Akkustik. Wenn man in Richtung Inselmitte geht, ist wieder alles normal- genau wie an jedem anderen Ort Chinas also, an dem zu viele Ausländer herumstolpern- aller 2 Schritte wird man von irgendeinem Verkäufer bedrängt, zu überteuerten Preisen irgendwelchen Mist zu kaufen. Im Falle Gulangyus keine Notenblätter- nein: Fisch und anderes Meeresgezücht in allen erdenklichen Varianten... noch lebend, frisch abgetötet, getrocknet, gesalzen und und und...
Man sollte es nicht denken, beim scheinbaren Stand der Fischindustrie hier- aber ich vermute einfach mal, dass das rechts oben zu sehende Brett nicht das übliche Modell der Flotte hier ist. Ich fand es trotzdem bemerkenswert, dass so etwas noch existiert!
Naja, es scheint gereicht zu haben, um ausreichend Gekröse für eine Art botanischen Garten für Wasserfauna zusammenzuhaschen. Sagt man da Aquarium? Mein Deutsch lässt mich grad ein bisschen im Stich, verzeiht. Jedenfalls gibt es an jenem Ort allerlei Getier zu bestaunen, unter anderem wieder den berüchtigten von mir schlicht Oma-Fisch genannten "Arapaima Gigas"- ein wahrhaft ekliges Biest! Das sowas im Süßwasser möglich ist, bäh (Fotos gibts schon im Post zum Zoo in Beijing denke ich)! Die große Attraktion der Einrichtung: MENSCHENFRESSERFISCHE! (direkt ins deutsche übertragen) :o) Jaja, die wissen, wie man Leute anlockt. Aber schön zu wissen, dass es nicht nur in unseren Kindergärten urbaner Mythos ist, Piranhas würden den unvorsichtigen Bader in Sekundenschnelle skelettieren.

So, zu guter Letzt noch Bilder von dem Ort, an dem man Klavier spielen kann und im Anschluss eine kurze Schilderung eines Streiches, den ich mir dort erlaubt habe. Rechts ist das mehrgeschossige Gebäude zu sehen- alle die Türen führen zu jeweils einer Kammer mit größtenteils Klavieren, aber auch Cembalos, Kontrabässen und traditionell chinesischem Brennmaterial. Dabei ist der hier zu sehende Bereich den chinesischen Musikstudenten vorbehalten- merkt man daran, dass die Klaviere auch gestimmt werden. Der den Ausländern und nicht Musik Studierenden zugedachte Abschnitt ist rechts unten zu bestaunen!
Witzig auch links unten das erste scheinbare Zeugnis chinesischen Humors, dass ich entdecken konnte... Aber irgendwas lässt mich vermuten, dass dies kein selbstironisches Portrait, kein überspitztes Gleichnis für die Muikalische Fakultät der Uni ist, wie ich es mir zurecht phantasiere. Unten noch ein-zwei Bilder vom Arbeitsplatz an sich, dann habe ich langsam keine Lust mehr...
Die Klaviere, dass muss ich (auch aus layouttechnischen Gründen - es fehlt noch etwas Text, um die nächsten Bilder zu bringen) noch erwähnen, sind auch im Ausländer-Teil nicht so schlecht, werden offenbar auch regelmäßig gestimmt! Blöd ist nur, dass man mit dem Instrument in einem so kleinen Raum (ohne Schallabsorber an den Wänden, orientalische Wandteppiche oder so) eingesperrt ist- selbst bei geöffnetem Fenster hat man erheblich mit Hall und schlicht Lautstärke zu kämpfen. Aber das ist ein logistisches Problem und man muss es wohl in Kauf nehmen! So, genug Platz geschnorrt:

Der Raum
Der Arbeitsplatz

Tja und schließlich der angekündigte Streich, geschmückt mit ein paar Bildern eines musikalischen Schmetterlings, der in eben jenem Gebäude aufmerksam dem Geklimper lauschte und sich aus ca 1 cm Entfernung ablichten ließ.

Äh, doch nicht der Streich, hab keinen Bock mehr! Aber hier noch die Bilder:

Dienstag, 16. Oktober 2007

Fehler

Ein großer Eintrag mit vielen Bildern steht unmittelbar bevor, aber leider gibt es grad ein Blogger-internes Problem mit dem Upload von Fotos...

Also geduldet euch noch ein wenig :)

Sonntag, 14. Oktober 2007

Zwischenbemerkung

Bevor ich nicht ein paar ordentliche Fotos zum Publizieren habe, traue ich mich kaum, etwas zu berichten...

Darum also nur: Mir ist klar, dass der Besucherzähler hier um fast 3-stellige Beträge pro Tag ansteigen würde, wenn es einen gäbe, aber soviel ihr auf diesem Wege auch von mir hört- ich muss mich mal beschweren, dass ich hier so gut wie gar nichts von euch mitbekomme! Damit ich nicht an Vereinsamung oder passivem ADS sterbe, bitte ich euch also- meldet euch mal, ihr Hunde (letzes Wort sollen bitte nur gute Freunde beachten)! Wenn ihr hier was lest, schreibt einfach, was ihr dazu denkt und auch über Emails freue ich mich unwahrscheinlich! Derzeit besteht mein gefühlter Freundes- und Bekanntenkreis (China-Internes außer Acht gelassen) aus ungefähr 5 Leuten (davon sind 3 selbst auf Weltreise und haben nicht jeden Tag gemütlich Internet zu Hause!).
Ja, habt ruhig ein schlechtes Gewissen...

So, welche Themen demnächst (überall Fotos, teils auch schriftlich) abgehandelt werden:
- Xiamens Zhongshan Park
- Xiamens Botanischer Garten (der ECHT nicht schlecht ist!)
- das viel zu zeitige Ableben des Luciano Pavarotti
- "Klavierkampf" oder "Selbstbefriedigung auf höchstem (mir bekannten) Niveau"

Dritteres war ein Scherz, den zu reißen ich mir erlaubt habe- damit auch die Freunde des makaberen Humors nicht zu kurz kommen...

Bis in Bälde (gleich geht´s zum Tischtennis :)

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Das Land, wo die Sonne zwar etwas später aufgeht als in Japan, aber immerhin!

So, es scheint alles wieder im Lot!
Scheinbar funktioniert hier einfach alles ein bisschen anders als bei uns. Habe ich zwar schon oft genug gehört, aber vermutlich muss man das am eigenen Leibe spüren, um es wirklich zu begreifen...
Ich bin, die absolute Unmöglichkeit des Vorhabens, als Ausländer mit Chinesen Tischtennis spielen zu wollen ignorierend, noch gestern einfach mal zu einem Kurs gegangen und habe gesehen, warum es tatsächlich problematisch werden hätte können: es handelt sich um Semiare mit festen Teilnehmerlisten, Anwesenheitskontrolle und sogar Prüfungsterminen- ich glaube die chinesischen Studenten sind verpflichtet, soundso viel Sport in der Woche abzuleisten.
Wie auch immer, ich habe die Lehrerin (Frau Chen) angehauen, ob ich denn mal probieren und mitspielen könne- war kein Problem. Da dieses Semester nur Beginnerkurse gehalten werden und ich ja schon ne Weile spiele, hat die Lehrerin mir sogar die Ehre erteilt, ihre Schüler und pädagogische Pflicht zu vernachlässigen und sich mit mir einzuspielen! Anschließend hat sie mir ein paar Zeiten genannt, an denen sie in anderen Kursen ein paar gute Spieler hat.
Die habe ich heute mal ausprobiert und tatsächlich ein paar sehr gute Spieler gefunden, die sich darum gerissen haben, mit dem Ausländer an einem Tisch zu stehen!
Wenn ich euch auch mit Details langweile- das soll mir jetzt einerlei sein- eine extrem befriedigende Sache muss ich diesbezüglich noch berichten:
Als ich das zum zweiten der heutigen Kurse gegangen bin und gerade die Turnhalle betreten wollte, hat sich doch tatsächlich diejenige Dame (eine Putzkraft, wie ich in diesem Augenblick merkte) vor mir aufgebaut, die mir gestern als Letzte falsche Zeit und Lehrer genannt hat und dann einfach weggegangen ist.Mit triumphierendem Lächeln tat sie ihren Spruch: "Entschuldigung, jetzt ist Unterricht!"
Nun, ich habe ihr freundlich zugenickt, bin an ihr vorbei zur mir inzwischen wohlbekannten Lehrerin Chen geschlendert, habe mir von ihr den besten Spieler unter ihren Schülern zuteiln lassen und das Training begonnen.
DAS war echt mal ungemein befriedigend. Leider habe ich zuviel Pietät gehabt, mich nochmal zu der xenophoben Reinigungskraft umzudrehen- die Fresse hätte ich echt GERNE gesehen!

So, nun aber Schluss mit Ping-Pong, versprochen!

Ein befreundeter Amerikaner hat mich heute auf die Musikfakultät geführt, wo man gegen Abgabe der Studentenkarte kostenlos Klavier spielen kann. Dort gibt es ein sehr obskures, extrem verwinkeltes Gebäude mit sehr sehr vielen kleinen Klavierkabinen. Es war echt schön, mal wieder in die Tasten zu hauen und es ist gut zu wissen, dass ich das beliebig oft wiederholen kann!

So, ich war ein bisschen faul in letzter Zeit, was das fotographieren angeht, aber ich verspreche, demnächst gibt es mal wieder was fürs Auge!
Hier zum Anfüttern ein Bild aus dem wirklich sehr hübschen botanischen Garten Xiamens.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

MAO STINKT NACH FISCH

Zartbesaitete lassen diesen Post besser aus. Wird auch stilmäßig nicht so viel zu bieten haben, ich lasse hier einfach nur Wut ab.

Ey ich bin echt sackig, aber sowas von!
So ein penetrantes Volk von xenophoben Homophilen! Ey wie dreist die alle sind. Eine Welt, in der solche Völker einfach so existieren dürfen, ohne ständig in die Fresse zu kriegen, KANN gar nicht besser sein als eine von beispielsweise Hitler zentral regierte!

Es trug sich nun folgendes zu: Ich stecke grad in einem mittlerem Stimmungstief und da wollte ich mir ne Freude machen: einen guten Tischtennisschläger kaufen und mal ein bisschen mit Chinesen zocken. Nun, einen Schläger zum selbst zusammen kleben zu finden war gar nicht so einfach aber ich habe mich ein wenig umgehört und bin heute mit dem Bus in die Stadt zu einer Gegend mit recht vielen gut ausgestatteten Sportgeschäften gefahren. Nun, nach ein-zwei Stunden genüsslichen Rumschauens hatte ich schließlich mein Equipment beisammen- alles in allem 78 Euro hab ich da gelassen. Aber oft hilft es ja gegen schlechte Laune, etwas Tolles zu kaufen.
Naja, jedenfalls bin ich voller Vorfreude zurück zu meinem Wohnheim gefahren, habe mich umgezogen und bin zur Sporthalle, hab eine Frau nach Tischtennis gefragt:
"Oh, es tut mir leid, aber du ausländischer Student kannst nicht mit den Chinesischen Studenten zusammen spielen." !!!!!!!!!! Und das, ohne mich anzuschauen!!!!!!!!!!!!!!!!!
Diese Penner, diese unglaublichen Penner. Naja, ich bin dann in ein anderes Büro, habe mir Zeit und Lehrer des nächsten Tischtennis-Kurses geben lassen, bin zurück zur Turnhalle, hab die gleiche Frau wie beim ersten Mal gefragt, wo der entsprechende Lehrer sein Zimmer hat.
"Weiß nicht." Wieder ohne mich überhaupt anzuschauen!!!!!!!!!!!!!!
BOAH! BOAH!
Naja, dann habe ich noch eine weitere Dame gefragt, wie es denn aussähe mit Tischtennis spielen. Die nennt mir, ebenfalls ohne mich anzuschauen, eine andere Zeit und einen anderen Lehrer. Als ich nachhake, warum mir die andere Bürotante andere Daten gegeben hat, dreht sich die Tussi einfach um und geht weg. Ich gehe noch ein bisschen hinterher, weil ich denke, sie will mir vllt etwas zeigen oder so, aber dem war nicht so!
Ey renne ich rum und schlachte die chinesischen Kinder auf der Straße dahin, weil sie mir unsympathisch sind???? NEIN! Und warum? Aus Pietät!
Lassen die mir einfach mal die Freude, meinen frisch gekauften Schläger auszuprobieren und ein bisschen trübe Stimmung loszuwerden? AUCH NEIN!!! Und warum? Weil es allesamt pietätlose, stinkende, gleichgeschaltete, Mao-geile, gedankenlose, unsympathische, inzestöse, korrupte gelbe Säcke sind.
RICHTIG! Korrupt! Ich werde nachher, wenn das Training beginnt, hingehen und dem Lehrer mit einem 10-Yuan- Schein vor der Nase herumwedeln.
Ich hoffe dass er, wenn er mich nicht reinlässt, wenigstens zu Tode gekränkt ist und Seppuku begeht. Oder waren das die anderen Schlitzaugen?

Egal, verrecken sollen alle! Ich hoffe ehrlich und aus tiefstem Herzen, dass, sobald ich wieder friedlich in Deutschland sitze und Braten mit Rotkraut und Knödeln fresse, die Amis oder sonstwer Bomben auf sämtliche Kindergärten und Krankenhäuser hier werfen! Am besten aber das ganze Land hochjagen, dann kann ich auch was besonderes, wenn ich fertig studiert habe, nicht nur schlechter chinesisch sprechen, als ein Fünftel der Weltbevölkerung!

Mao stinkt, hört ihr mich? Vermutlich ist es seine hässliche Kinnwarze, aber da bin ich mir nicht sicher. Vielleicht kommt das auch einfach von der Inzucht...
Ich habe das noch nie gemacht, aber ich gehe jetzt viele viele Sachen mit Schokolade und Creme kaufen und stopfe alles in mich hinein, bis alles wieder gut ist!

你滚把!

Nachtrag von 10 Minuten später:
HA! 1 Kilogramm Schokotörtchen und 2 Packen Salzgebäck für insgesamt 2,90 Euro!
Schön, dass die Ärsche wenigstens so bettelarm sind!
Recht oben im Bild zu sehen mein brandneuer Tischtennisschläger in seiner brandneuen Tischtennisschlägerumhüllung :..(

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Ein Indonesier berichtet...

Es sei mir ein Eintrag gestattet, der nicht unmittelbar etwas mit China zu tun hat.
Ich saß jüngst am Strand und hinzu kam Adi, einer meiner indonesischen Freunde.
Wir sprachen ein bisschen und kamen schließlich auf seine Heimat zu sprechen. Und was er da erzählte, hat mich genug beeindruckt, um ihm einen eigenen Post zu widmen.

Wenn auch nur die Hälfte von dem, was er da erzählt hat, wahr ist, dann lebe ich hier in Xiamen eigentlich auf der westlichen Hemisphäre... und Deutschland, so blöd ich es auch teilweise dort finden mag, ist irgendein abgefahrenes Schlaraffenland!

Aufstände

Adi Großvater ist Chinese und ist nach Indonesien gegangen- in irgendeinen Teil Jahartas, der Hauptstadt. Nun, die Familie hat es geschafft, Fuss zu fassen, haben ein Haus bauen können und eine Autowerkstatt aufgemacht, die einen Wohlstand brachte, der es beispielsweise erlaubte, den Sohn (Adi) nach Singapur auf die Schule zu schicken oder einen Teich anzulegen und mit ca Einhundert Kois zu füllen.
In der Zeitung steht nun eines Tages, dass es muslimische Aufstände gegen die chinesischen Einwanderer gäbe. Die Familie (Großvater Chinese, wir erinnern uns) flüchtet sich zu einem (muslimischen) Nachbarn und sieht mit an, wie ihr Haus samt Werkstatt von Polizei und Armee vollkommen ausgeplündert und anschließend angezündet wird. Es ist nicht abgebrannt.
Zahlreiche Freunde des Vaters hatten nicht dieses Glück- die wurden kurzerhand erschossen!
Nun, Adis Vater schaffte einen Neuanfang, war nun Motorradverkäufer. Ein zweiter "Aufstand", die Familie las es vorher in der Zeitung, konnte sich flüchten, bevor Polizei und Armee anrückten. Nun musste Adi auch aus Singapur zurück kommen, die Familie war pleite.
Die "Aufständischen" hatten nicht einmal die Mühe gescheut, jeden Koi einzeln aus dem Teich auf eine Wiese zu verfrachten und dort verrecken zu lassen!
Nun, jetzt studiert Adi in China, wo Lebenshaltungskosten denen in Jaharta etwa entsprechen, der Vater ist Gehilfe eines Akkupunkteurs, wenn ich mich recht besinne- und dass scheint der Regierung ein angemessener Beruf für einen Halbchinesen- bisher ist nichts mehr passiert.

Demos auf indonesisch

Tja, das "Krasseste" womit ich in der Richtung aufwarten konnte, waren die etwa halbjährlichen Nazidemos in Leipzig, bei denen etwa 200-300 Rechte von Hundertschaften von Polizisten vor Tausenden Gegendemonstranten beschützt werden müssen. Sogar Flaschen und Steine fliegen, und Wasserwerfer werde aufgefahren.
Nun, was hatte Aid dazu zu erzählen: Sein Bruder ist zusammen mit einem Freunde mal zu einer Demonstration gegangen, um mal ein bisschen zu schauen, was da so passiert. Der Freund wurde erschossen, Adis Bruder hat vermutlich was draus gelernt...

Bettler

Wir wurden, wie wir so am Strand saßen und erzählten, geraume Zeit von einem chinesischen Bettlersmann angehalten, ihm doch etwas Geld zu geben. Das ist hier ne etwas andere Klasse als in Deutschland- man wird auch schonmal angestupst, festgehalten, alle Verkrüppelungen oder Wunden werden einem vor die Nase gehalten usw. Aber man kommt eigentlich immer davon.
In Indonesien, so Adi, trifft man, wenn man Glück hat, auf wirklich schwer Verletzte/Verkrüppelte, die sich zum Geld schnorren aus den Krankenhäusern schleichen. Wenn man Pech hat trifft man auf solche, die einen auch schommal verprügeln, wenn man beispielsweise einem anderen ein Geldstück zusteckt, seine 30 Freunde aber unfairerweise ausspart...

Der Weraffe

In der Nähe des Hauses, in dem Adis Familie lebt, gibt es einen Fluss, an dessen Ufern sich über ca 100 Meter Länge ein Streifen Waldes entlangzieht.
Eines Tages fuhr Adi mit dem Bus nach Hause und sah beim Aussteigen, wie sich ein fast menschengroßes behaartes Vieh, an verschiedenen Bäumen langhangelnd in eben jenes Gebiet floh. Kurz darauf bemerkte er einen Menschenauflauf, ging hin und sah im Zentrum der Aufmerksamkeit einen große Blutfleck auf dem Gehsteig. Der in der Region rund um diese Baumgruppe ob seiner Größe und seines seltsamen Aussehens als "Mensch-Affe"/"Wer-Affe" bekannte Primat hatte an eben jenem Tag ein sehr kleines Kind totgebissen. Schaurig! Mich würde es da als Familienvater nicht lange halten.

Indonesischer Humor

Nun vielleicht eine etwas heiterere Geschichte, die recht anschaulich indonesischen Sinn für Humor dokumentiert:
Ein Bekannter Adis hat eine ganz besondere Passion: Das Bombenbauen! Er könne sogar Zeitzünder reinbastlen. Nun, wozu nutzt er diese Fähigkeit? Er installiert eine Bombe unter dem Tisch eines ihm verhassten Lehrers und versucht, ihn mit einer zeitgezündeten Explosion zu töten! Es ist ihm misslungen- ob der Lehrer verkrüppelt ist oder nicht, weiß Adi nicht.


Polizei

Indonesien gilt als eines der korruptesten Länder unserer Zeit. Mit Geld geht da alles, so Adi. Wenn man beispielsweise seinen Führerschein fix braucht und keine Zeit und Lust auf die (insgesamt ein-zwei Wochen dauernden) Fahrstunden und Prüfungen hat, dann bezahlt man einfach den doppelten Preis (ungerechnet dann 40 Euro) und hat den Lappen ohne all den Stress vorneweg.
Bei einem Freund Adis wurde mal die Wohnung aufgebrochen und leergeräumt. Er ging daraufhin zur Polizei. Damit aber die Polizei dort erstmal anfängt zu arbeiten, musste er ihnen zunächst etwas Geld zustecken... "für den Sprit, um zur Wohnung zu kommen und sich das anzuschauen". Es bedurfte aber noch zusätzlicher Startmotivation- ohne ein geschenktes Päckchen Zigaretten wäre es auch nie losgegangen. Man rufe sich nochmal in Erinnerung- wir sprechen hier von der Polizei, der Staatsgewalt!
Nun, die Polizisten sind dann schließlich zum Haus gefahren, haben festgestellt, es wurde eingebrochen und sind wieder gefahren. Die Sache wurde schließlich nach dem hehren Prinzip der Selbstjustiz geregelt. Ich habe mich nicht gewagt, nachzufragen, was genau das heißt.
Adi selbst hatte noch keine großen Probleme mit der indonesischen Polizei. Nur einmal hat ein Polizist ihn und einen Freund angehalten, weil ihr Moped nur einen Rückspiegel hatte (wie es ja völlig ausreicht, wenn ich mich nicht täusche). Weil sie grad nicht genug Geld dabei hatten, um den Polizisten zu bestechen, haben sie ihn halt zur Seite getreten und sind weiter gefahren.

Montag, 1. Oktober 2007

Semesterstart

Vor nunmehr einer Woche, am 24. September, hat nun tatsächlich die Uni angefangen. Der Ort hat trotz des etwas anderen Rahmens nichts von seinem Charme verloren muss ich vorneweg sagen!
Aber mir wurde inzwischen sehr häufig von Xiamen-Versierten angekündigt, dass es auf Dauer etwas langweilig hier wird... nunja, wir werden sehen!

Nun, das Studium...

In Xiamen gibt es erstaunlich viele Ausländer muss ich sagen- die unterschiedlichen Sprachkurse sind ihrem Niveau nach relativ fein gegliedert! Nun, der mir nach einer Einstufungsprüfung zugeteilte Haupt-Kurs scheint angemessen- das entsprechende Lehrbuch hält viel (bisher) viel Neues bereit, ohne allzu anstrengend zu lesen zu sein. Der Lehrer (王老师) dieses Haupt-Kurses ist im Übrigen die einzige Lehrkraft, die sich weigert, mich mit 黄瓜, also Gurke, anzusprechen- für ihn bin ich Fu-luo-li-an. Zersetzer! Die Lehrenden in den Fächern Hörverständnis, Lesen und Gesprochenes Chinesisch schmunzeln zwar nach wie vor dabei, aber rufen mich beim Namen. Ab und an denke ich hin und her: würde ich als Lehrkraft einer deutschen Uni einen chinesischen Kommilitonen namens Bischof Cocktailtomate auch so rufen? Vermutlich schon... vielleicht ist aber auch einfach das Beispiel ungünstig gewählt. Handelt es sich doch hier um ein Klerikales Kleinobst, statt meines Weltlichen Gemüses- oder ist auch die Gurke technisch gesehen eine Nuss? Wer kann das schon sagen...

Wie auch immer- die folgende, sogenannte "Goldene Woche" ist komplett frei- der chinesische Nationalfeiertag steht ins Haus- ich bin sehr gespannt, wie es hier aussieht, wenn ich bald ins Freie trete- Xiamen ist nicht nur unter Ausländern ein beliebtes Ausflugsziel...
Nun, unitechnisch muss ich erwähnen, dass die chinesischen Studenten für die "Goldene Woche" im Voraus büßen müssen: am Wochenende davor ist Uni. So hatte ich nicht nur erstmals in meinem Leben Sonnabends-Schule- schlimmer: ich konnte nicht zum allsonntäglichen Gottesdienst, weil ich schon früh um 8 im Klasenzimmer sitzen musste! Krishna vergib mir!

So, ein paar Fotos muss ich noch einstreuen: Jüngst hat sich ein Deutscher namens Kai, für einen Monat nach Deutschland verabschiedet und hat eine nette Abendveranstaltung geschmissen. Nun, damit ihr eine Vorstellung von chinesischen Preisen bekommt: Hier kann es sich ein deutscher Student leisten, 21 Leute in ein piekfeines Restaurant (wie auf den Bildern zu sehen) einzuladen und exzellent bewirten zu lassen- ich schätze, für umgerechnet 60, allerhöchstens 70 Euro. Das Gedeck, rechts zu sehen, bestand aus purem Gold, gebeleichtem Kirschbaumholz und Meißner Porzellan. Der Spieß ganz rechts (neben den beiden etwas dickeren Hölzern, die Essstäbchen sind) dient übrigens einzig und allein dem Zweck, Schnecken aus ihrem Gehäuse zu bekommen! Und wer Nerven hat, kann ihn im Anschluss auch als Zahnstocher benutzen...
Wie links zu sehen, handelte es sich bei den Geladenen größtenteils um Südkoreaner. Der leere Stuhl ist meiner- rechts und links daneben wird der geübte Beobachter und fleissige Blogleser alte Bekannte wieder entdecken (links meinen Mitbewohner, rechts die Indoneser vom Anfang). Der wild gestikulierend Stehende im blauen Hemd ist der Gastgeber.
Rechts sehen wir den geladenen Tisch und unten das Abendprogramm :)

Neben dem Preis der wesentlichste Unterschied zwischen westlichen und chinesischen Restaurants aber ist die Bedienung. Das Problem bei uns ist ja, dass es sich nach den vorherrschenden Verhaltensnormen nicht schickt, dort Aufmerksamkeit zu erregen, wo sich mehrere Menschen versammeln - was sich mit der Aufgabe beißt, den Kellner zu attrahieren! Sprich: man ist von dessen Laune abhängig! Daraus leitet sich Problem 2 ab: die vorherrschende Impertinenz der heimischen Ober.
Hier in China hingegen (auch wenn ich da noch etwas Hemmungen habe): LAUT 服务员 (Fuwuyuan) gebrüllt, dann steht quasi in der nächsten Sekunde jemand bei dir, ließt dir die Essenreste aus dem Bart und die Wünsche von den Augen ab.
Seht euch vor, deutsche Gastronomen und Kneipiers, wenn ich zurück komme, erwartet keine Gnade! Da wird solang "Fuwuyuan" gebrüllt, bis eine kommt!
Die Trinksitten hier sind auch besser als bei uns. Wenn irgendjemand 干杯 (Gan bei) brüllt, müssen alle ringsherum ihr Glas nehmen und in einem Zug austrinken. Rechts seht ihr Cai (Mitbewohner) und mich nach ca 15 Runden.
Naja, im Anschluss daran ging es an den Strand- ein bisschen trinken- und nach dem allabendlichen Kampf (siehe Video unten) ging es dann ins Bett.
So auch jetzt für euch, denn die Geschichte ist aus!

video

Montag, 24. September 2007

Wendepunkt

Es ist soweit!
Ich bin nun nicht mehr irgendein x-beliebiger Europäer, dessen Namen hier sowieso niemand aussprechen kann ("fu-lo-li-an") - nein, ich habe nunmehr einen chinesischen Namen.
Nun muss ich dazu sagen, dass man seinen chinesischen Namen nicht einfach zugeteilt bekommt, sondern tatsächlich völlig frei wählen kann!
Es ist Usus, sich meist in Zusammenarbeit mit einem chinesischen Freund zu überlegen- nun, wie lasse ich mich am treffendsten attributieren? Welches Tier finde ich am coolsten? Was klingt schön? Was ist an mir besonders und macht mich so total einzigartig (abgesehen von den Flechten im Schritt)? - Und dabei kommen dann so Sachen wie "Schlafender Lotus", "Wachsamer Tiger-Drache", "Strahlende Erscheinung Reinheit", "Sommer-Schnee", "Ehrwürdiger Bergglanz" und ähnlich kitschiger Ramsch raus. Bei kürzeren Namen und solchen mit wenig Konsonantenakkumulation findet man auch chinesische Namen, die dem Original schlicht sehr ähnlich klingen.
Nun, lange Rede kurzer Sinn- ihr könnt euch schon denken, dass ich da nicht mitmache! Euch sei hiermit mein zweiter Name mitgeteilt, mein chinesisches alter ego gewissenermaßen:
王黄瓜。
Ausgesprochen: Wang Huang-gua.
Am poetischsten klingt er wohl in seiner Englischen Entsprechung: King Cucumber.
Die deutsche Übersetzung: König Gurke.
Ich hoffe sehr, dass ich mal deutscher Botschafter in China werde!

Und noch was fürs Auge:
Ich habe jüngst eine Radtour mit einem indonesischen Freund unternommen. Dabei bot sich der ein oder andere festhaltenswerte Anblick.
Im Bild zur Rechten zeigt sich China von seiner wohl charmantesten Seite: dieses riesige Schild ist so aufgestellt und proportioniert, dass man es vom ca 20 km entfernten Taiwan aus lesen kann. Es besagt in etwa: "Ein Land, 2 Systeme, ein China!" und bedeutet in etwa: Macht euch unabhängig, dann krachts!
Zur linken sieht man die Chinesen fleißig werkeln- da wird im Hinblick auf Olympia ein Stadion gebaut...
Wendet ihr den Blick wiederum nach rechts, so werdet ihr ein Stück Kunst am Strand erblicken- glaubt´s oder glaubt´s nicht- es ist kein Spiegel.
So und zu guter Letzt noch 2 Bilder, die ich schlicht aufgenommen habe, weil wir da grad zu Fuss unterwegs waren und ich den Fotoapparat so ohne weiteres zücken konnte:
Das Obere zeigt deutlich auf, dass auch Chinesen sowas wie Humor besitzen: Jene Skulptur ist in unmittelbarer Nähe des an Taiwan adressierten Schildes aufgestellt (tatsächlich ist der Landstreifen im Bildhintergrund auch jene abtrünnige Provinz). Das Untere zeigt wieder einmal die inzwischen wohl altbekannte Verbindungsbrücke zwischen Campus und Strand.

Gehabt euch wohl!

Samstag, 22. September 2007

Xiamen bebildert

Der Augenblick ist gekommen: Im folgenden ein kurzes Statement zu dem Ort, an dem ich studiere, samt Bildern.

Der Campus:

Die Xiada (Xiamen University) ist ein äußerst schöner Platz, muss ich sagen! Natürlich gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Unterbringungen (rechts zu sehen) und dem Repräsentativteil der Uni. Da ich das selbst ohnehin nicht so gut fotographieren kann, und so ein bisschen Platz für andere Bilder gewinne, schaue man bei Interesse einfach hier.
In unmittelbarer Campusnähe erstreckt sich ein netter Strand! Aber vorerst ein-zwei Worte zu meinem Zimmer. Linker Hand findet man meine Ecke, mit Bett, Schreibtisch, Hängeschränkchen und gemeinsam genutzten Nachtisch- das war selbstverständlich VOR meinem Einzug. Andere Bilder zu zeigen, bin ich schlicht zu taktvoll. Die Hertgesottenen unter euch setzen sich einfach und projezieren meinen Wohnhabitus auf jenes Bild.
video
Hier ein Video von jenem Abend, als Cai (mein Mitbewohner) "ein paar Freunde" zum Essen auf unser Zimmer eingeladen hat . Lustige Leutchen, muss ich sagen. Aber Achtung, bei Einladungen zum Essen Finger weg- originär südkoreanische Küche ist ein schrecklicher Fraß, nachdem, was ich sagen kann. Ich habe mir aus Höflichkeit und Hunger die ganze Zeit trockenen Reis in den Mund geschaufelt. Cai ist übrigens der Typ ganz rechts, mit dem weißen Hemd und der Brille. Man sehe bitte über mein dümmliches Lachen hinweg! Die Typen sind etwa 1 Minute vor Dreh des Videos hereingeplatz und haben angefangen, mich auf chinesisch zuzuquatschen und beständig das Victory-Zeichen zu machen- das war eine Extremsituation!
Und hier schließlich noch der Blick zu meinem Balkon hinaus, der zwar nicht direkt zum Meer fällt, aber doch schlechter sein könnte, wie ich finde!
Ja, das Meer- Wie erwähnt trennen mich von selbigem nur ca 5 Minuten Fussmarsch.


Der Strand:


Eine feine Sache, so ein Sandstrand, muss ich zugeben, hier ein paar Fotos.
Trotz grober Layout- Schnitzer ganz gut zu sehen, wie ich finde: Von links unten nach rechts oben die Verbindungsbrücke zwischen Uni und Meer, die hübsche Strandpromenade und schließlich ganz rechts, wie unschwer zu erkennen, das Objekt selbst. Es führen überall sehr hübsch beleuchtete Brücken entlang, mit ziemlich viel Architektur und so!
Und hier etwas, das ich noch nicht habe, aber früher oder später brauchen werde: a Radl!

Die Stadt:

Jo, und dann gibt es ja noch die peripheren Regionen außerhalb von Strand und Uni, man soll es nicht glauben.
Meine Kamera mit in die kleinen Gässchen zu nehmen, hatte ich bisher noch nicht Lust und Mut genug. Aber hier seien kurz 2 andere Plätze dokumentiert, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Wallmart und Nanputuo-Tempel.
Den Konsumtempel habe ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt. Ich dachte so bei mir, wenn du mal Lust auf Fertigpizza oder literweise Blubberlutsch oder ein Packen Spaghetti hast, ab zum Walmart. Nun, nicht dergleichen. Das funktioniert mit den Supermärkten genauso wie bei und mit China-Restaurants. Das einzig fremdländische ist der Name. Man findet dort beinahe nur Sachen, die es in jedem andere Markt dort auch zu kaufen gibt. Beispielsweise Krabben, Hühnerkrallen oder Schweineherzen.
Und wer auf Frösche, allerlei Molluskes und Schildkröte steht, ist hier auch gut beraten! Brot, Port und viele andere leckere Dinge des alltäglichen Gebrauchs wird man allerdings vergeblich suchen :(


Aber sagte ich Schildkröte? Das ist nämlich ein gutes Stichwort, um zum nächsten und vorerst letzten Thema überzuleiten: dem Nanputuo-Tempel.
Dort ist nämlich alles voll mit Schildkröten: Unter die Tempelwächter haben sie sich geschlichen (wie rechts zu sehen- wer kann sie entdecken?), im zentralen großen See und zahlreichen Nebentümpeln wimmelt es von ihnen. Ahja, und sowas, wie links zu sehen, finden Chinesen scheinbar lustig: Plastetüten und anderen Müll in die hübschen Seen zu werfen und den Schildkröten Zettel mit obszönen Botschaften auf den Panzer zu kleben. Aber als Freund des krassen Humors muss ich gestehen: es hat durchaus was!

So, jetzt muss ich aber langsam mal an die frische Luft. Ich hoffe, ich konnte den gröbsten Wissensdurst befriedigen!

Viele Grüße aus Xiamen!

Montag, 17. September 2007

Kontakt

Hallo Freunde.

Also erstmal muss ich mich für meine scheinbare Faulheit entschuldigen- ihr wisst immer noch nicht, wie es in Xiamen aussieht. Tatsächlich gab es aber viel zu tun. Die letzten paar Tage war ich mir Ningbo anschauen- eher lahm mit Xiamen verglichen - gestern abend bin ich zurück gekommen. Heute fand die Registrierung an der Uni statt. Der Tatsache zum Trotze, dass alles in einer Etage ein und desselben Gebäudes stattfand, war das ein Papierkrieg sondersgleichen. Aber ich kann mitteilen: ich habe es geschafft! Wenn auch mit nicht ganz sauberen Mitteln:
Eine mehrere Stunden Wartezeit bedeutende Schlange habe ich überwunden, nicht etwa, indem ich mich irgendwo vorne reingedrängelt habe (drängeln mag ich nicht)- nein, ich bin direkt durch zu dem Schreibtisch gelaufen, zu dem alle wollten. Das ist im übrigen eines der ersten Male, dass mein Soziologiestudium praktischen Nutzen hat: Je mehr Leute man anpisst, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass einer den Mund aufmacht. Wie bei Politikern...
Einen Studenten, der dummerweise die selbe Matrikelnummer hatte, wie ich und sich schon gestern registriert hat, habe ich kurzerhand aus dem Verzeichnis schmeißen lassen. Einen Militärarzt, der nichts als chinesisch sprach habe ich so lange auf englisch zugelabert, bis er mir meine einen Monat zu alten Befunde bezüglich Aids, Syphilis und Tuberkulose schließlich doch abgestempelt hat...
Naja, wie auch immer- ich habe es geschafft!


Und im folgenden mal meine Kontaktdaten, damit ihr mir fleißig Pakete ( im Austausch gegen eine echte Postkarte aus China) schicken oder anrufen/ SMSen könnt:
Adresse:

Florian Sitte
Room 603, Nanguang Building 5
Xiamen University
361005 Xiamen
Fujian
Peoples Republic of China/ Zhonghua Renmin Gongheguo

Email:

floh.sitte@web.de

Telefon: (Achtung, auch für die, die die Nummer scheinbar schon haben- ich habe heute eine neue Nummer bekommen)

008613599524014
00865922194974

Letztere Nummer ist im übrigen die des Zimmertelefons. Nun teile ich ja mein Zimmer mit Cai, einem Südkoreaner. Also nicht entmutigen lassen, wenn da jemand rangeht und euch auf chinesisch zuquatscht. Einfach ausreden lassen, ein paar Mal laut und deutlich "Florian" sagen und abwarten. Wenn er dann nochmal auf chinesisch losquatscht, bin ich vermutlich nicht da. In dem Falle: Kurz warten, auflegen und später versuchen.

Okay, ich muss erstmal: eine Französin gibt heute ihren Einstand an der Xiada (= Xiamen University) - das heißt: französischer Wein und Käse! Das will ich auf keinen Fall missen...

Gehabt euch wohl, bis später.

Dienstag, 11. September 2007

Kommentare

Hey, hier mal wieder ein inhaltsleerer Blog, zumindest was den Chinaaufenthalt angeht...

Ich möchte nur nochmal daran erinnern, dass ich aufgrund der chinesischen Firewall zwar Einträge verfassen, aber nicht wirklich auf diesen Blog zugreifen kann.
Daher kann ich leider Gottes nicht antwortend auf eure Kommentare eingehen. Günstigerweise kommt mir aber jedesmal eine Email zu, wenn jemand einen neuen Kommentar zu einem Post erstellt, in der ich auch den Wortlaut desselben erfahre. Leider, und es bereitet mir tatsächlich Pein, ist es mir jedoch verwehrt, die Kommentare auch zu beantworten. Rein physisch zumindest. In Gedanken aber weile ich bei euch und freue mich über jede Anmerkung, auch wenn es so erscheinen mag, als würde ich sie nicht beachten. Daran wollte ich euch nur noch einmal erinnert wissen...

Florian

Montag, 10. September 2007

Bebilderter Rückblick

Nun habe ich also Internet auf meinem Zimmer. Daher auch die Post-Nachträge so zeitnah hintereinander...
Aber nicht nur das Internet hat sich in mein Campusleben geschlichen, sondern auch ein Mitbewohner. Allerdings so angenehm wie möglich, wenn man bedenkt, dass die Auswahl ohnehin auf ein Geschlecht eingeschränkt war. Es handelt sich um einen recht netten Koreaner, der kaum Englisch spricht, was meinem Chinesisch zu gute kommt. Und wichtig auch: er hat mir schon Fotos von seiner Freundin gezeigt.
Letzteres mag als Bewertungs-Kriterium für einen Mitbewohner vielleicht etwas seltsam anmuten, aber gewinnt es doch insofern an Bedeutung, als ich mindestens einen der anfangs fix gewonnenen indonesischen Freunde für schwul und ziemlich aufdringlich befinde. Aber egal!

Nun erstmal die versprochenen Fotos:

So sah es in dem Zug von Beijing nach Hangzhou aus. Unten kann man das chinesische Pärchen sehen, mit dem wir den Schlafraum teilten. Auf den Liegen oben haben wir es uns dann jeweils bequem gemacht. Interessant vielleicht über chinesische Beziehungen zu wissen: zum einen redeten die beiden beinahe die gesamte Fahrt über kein einziges Wort miteinander. Zum anderen fielen mir beim abendlichen Kartenspiel 2-3 Karten hinunter, davon eine genau auf den Busen der inzwischen schlafenden Dame. Als ich herunterstieg und ihrem Partner die Situation begreiflich machte, rührte der sich nicht vom Fleck sondern deutete einladend auf die Schlafende, die dann auch im delikatest möglichen Augenblick erwachte, ohne allerdings groß Aufhebens darum zu machen, dass ihr ein wildfremder Ausländer im Dekolleté herumfuhrwerkte...

In Hangzhou hat es wie gesagt die ersten zwei Tage lang geregnet. Am dritten allerdings war das Wetter gut genug, einen Ausflug zu wagen, und zwar auf eine sehr schöne Insel inmitten des Westsees (dessen chinesischen Namen ich aufgrund geharnischter Kritik aus den unteren Rängen der Kommentarschreiberei nicht wie gewohnt in diesen Klammern anführe). Diese Insel war wiederum größtenteils von Wasser bedeckt, in das Tempel gebaut wurden- alles in allem ein sehr idyllischer Anblick. Ich will vor allem auf die stark nach oben gebogenen Ecken der dortigen Dächer hinweisen :)
Im reichen westlichen Touristen vorbehaltenen Mittelteil der Insel bieten sich dann wie rechts zu sehen schöne Damen zu angemessenen Preisen feil.

Außer der Insel besuchten wir noch den Hangzhou´schen Botanischen Garten und gingen ein wenig einkaufen. Im Prinzip ließen sich zu dieser schönen Stadt noch sehr viel mehr Bilder zeigen, aber das lässt das Layout an dieser Stelle einfach nicht zu.
Zu dem linken Bild muss man vielleicht noch sagen, dass die Seerosen auf dem Bild so groß wie Ochsen sind. Naja- vielleicht nicht ganz. Aber wenn die größeren unteren euch mit beiden Armen ein "O" formen, so würden sie feststellen müssen, das die wenigsten der dortigen Blätter hineinpassen! Zu guter Letzt noch 2 Bilder vom Shopping. Zum einen können wir gut sehen, dass Chinesen nicht nur von oben nach unten, sondern bisweilen auch völlig verkehrt herum schreiben. Sehr niedlich auch das untere Bild- Doreen an Wühlkisten zwischen lauter winzigen Chinesinnen. Die Sachen dort kosteten wie zu sehen 90 Cent bis maximal 1,90 €!


So, und auf Bilder vom schönen Xiamen müsst ihr wohl noch ein wenig warten. ich habe keinen Bock mehr zu schreiben und will erstmal an den Strand :)


Xiamen

Finally- Xiamen! Seitdem ich in China bin, wachte ich vor ca 30 Minuten das erste Mal in einem Bett auf, das zu keinem Freudenhaus gehört. Nein, Scherz. tatsächlich wollte ich den Satz (scheinbar bedeutungsgleich) folgendermaßen beenden: "[...] das gewissenermaßen mein eigenes ist." Und das ist ein geiles Gefühl- meine eigene Bude in Ostasien, und dazu noch in einem Ort, der vermutlich zum schönsten zählt, was man in China an urbanem finden kann. Aber der Reihe nach...

Zuerst muss ich erwähnen, dass man unterscheiden muss zwischen der Insel Xiamen und der südlichsten der 4-5 Städte auf eben dieser Insel (die Anzahl der Städte grob geschätzt, in dem Augenblick, da ich dies schreibe, steht mir kein Internet zur Verfügung- und wenn ich dann welches habe, werde ich ohnehin vergessen haben, dass ich noch was nachschauen muss...), die ebenfalls Xiamen heißt. Der Flughafen, auf dem ich landete, gehörte zur gesamten Insel. Im Augenblick meiner Ankunft fühlte sich Xiamen sofort gut an. Alles dort steht voller Palmen, die Luft roch beinahe okay ("beinahe" im übrigen nur, weil ich genau neben dem Flughafen stand, wie ich später feststellte) und selbst die Einheimischen schienen mich nicht ganz so kritisch anzuglotzen, wie es in Beijing und Hangzhou der Fall war.
Nun, dieses eher euphorische Gefühl hielt an, als ich mit dem Taxi in die Stadt Xiamen (ca 40 Autominuten vom Flughafen der Insel entfernt) gebracht wurde. Die Huandao Lu (In etwa: die "Die Insel umgreifende Straße") geht mit ihrem Namen Hand in Hand und zeigt mir mit der freien Pranke vermutlich konstant den Finger für die schlechte Metapher eben: sie führt einmal um die gesamte Insel, immer schön in Strandnähe, umsäumt von Palmen.

Nachdem ich also sieben Euro für die knappe Dreiviertel Stunde Taxifahrt bezahlt habe, stund ich auf dem Campus- vor eben jenen Wohnheimen, in denen ich hausen sollte und verstand plötzlich, weshalb ich keine Fotos von ihnen gefunden habe. Naja, es war nicht sooo schlimm, aber hat schon ein bisschen die Stimmung gedrückt. Als ich dann irgendwo hinging um mein wohlverdientes Einzelzimmer einzufordern und mich anzumelden, musste ich dann auch erfahren, dass ich ins räudigste der vielen Gebäude dort gesteckt wurde, in ein Zimmer mit 2 Betten. Da ich das Meer möglichst gut sehen wollte, wählte ich den 6. Stock, was mir in dem Augenblick etwas aufstieß, da ich feststellen musste, dass es keinen Lift gab. Ich hätte ihn vermutlich ohnehin nicht benutzt, aber ist doch schön, theoretisch die Möglichkeit zu haben, nicht jedes Mal die 6 Stockwerke nach oben klettern zu müssen. Als ich mein Zimmer betrat, musste ich außerdem feststellen, dass das Zimmer zwar wie angekündigt zum Meer hinausblickte (also prinzipiell Fenster in der entsprechenden Richtung besaß), aber leider ein Berg und ein Haus den Blick auf es versperrten. Aber schwamm drüber, das Zimmer war okay und es ist meins, zumindest solange, bis die Uni mir einen Mitbewohner schickt. Von dessen Natur wird ziemlich viel abhängen. Nun, zumindest was das Geschlecht angeht, weiß ich schon bescheid - Chinesen sind da sehr prüde.

Glücklicherweise traf ich unmittelbar nach meiner Ankunft einen anderen Deutschen, den ich in Beijing schon als einen weiteren Xiamen-Gänger kennengelernt hatte. René der Name. Der war nicht nur schon ein paar Tage im Wohnheim und hatte demnach Zeit sich einzufitzen, sondern konnte auch mit einem indonesischen Zimmergenossen aufwarten, der schon ganze 2 Monate hier ist, sehr gut chinesisch spricht und äußerst hilfsbereit ist. So bin ich die letzten Tage mit einer größtenteils indonesischen Clique rumgezogen und hab mir die Stadt und den Campus zeigen lassen.
Falls ich daran denke, hier Fotos hinzuzufügen, sobald ich Internet habe, diesen Blog zu veröffenlichen, sprechen sie für ja für sich, was die Gegend angeht- alles sehr hübsch muss ich sagen. Und das nicht nur an chinesischen Städten gemessen, sondern ganz allgemein am Rest der mir bekannten Welt.

Nachtrag vom 8. September:

Noch immer habe ich keinen Zimmergenossen. Wenn nächste Woche keiner kommt, habe ich vielleicht sogar das Riesenglück, ein Zimmer für mich alleine zu haben!

Also, gehabet euch wohl, wenn auch vermutlich nicht ganz so wohl, wie es mir gerade geht :)

Hangzhou

So, habe gerade eingeschränkten Zugriff auf Internet, und da ich gleichzeitg extrem vergesslich bin, muss ich meine letzten Tage in Beijing leider eurer Fantasie überlassen... weiterhin zieht dieser Fakt nach sich, dass ich Fotos ebenfalls erst hinzufügen kann, wenn ich wieder mit meinem eigenen Rechner ans Netz kann, augenblicklich gewährt mir ein sehr netter Indonese namens Andres Zugang über seinen Rechner.

Jetzt, da ich Gelegenheit, sprich Zeit habe, etwas zu tippen und aufzuarbeiten, hocke ich schon in Xiamen, aber aus der Hauptstadt ging es zunächst mit dem Zug 13 Stunden lang nach Hangzhou, von dem es in einem Sprichwort folgendermaßen oder so ähnlich heißt. "Hangzhou und Suzhou sind sehr schön bzw. die schönsten Orte Chinas." Es ist wiederum meinem Gedächtnis geschuldet, dass diese lausige Version des Ausspruches hier erscheint, aber die Aussage sollte eigentlich klar geworden sein. Nun muss ich aber zu meinem Bedauern mitteilen, dass ich von der sprichwörtlichen Schönheit Hangzhous nicht viel mitbekommen habe: Von 3 Tagen Aufenthalt regnete es die ersten 2 durchgehend, der Ausflug am letzten Tag wurde von einer gewissen Unlust, Müdigkeit und nervigen kleinen Chinesen überschattet. Auch wenn letzteres in gewisser Weise ein Widerspruch in sich sein sollte...

Wie dem auch sei, ich habe so zumindest keinen handfesten Grund, der Aussage nicht zu widersprechen, Hangzhou sei nicht wunderschön.

In Hangzhou verabschiedete ich mich dann von meiner bisherigen Mitstreiterin Doreen und stieg in den Flieger nach Xiamen. Jener Stadt also, in der ich den Großteil des nächsten (Zeit-, nicht Kalender-) Jahres, einschließlich Geburtstag, Weihnachten, sämtlicher Schwarzer Messen jeden 13. und Sylvester verbringen werde. Auch die Kohlen werde ich mir hier wohl selber in die Schuhe stopfen müssen :(

*Spannung*

Samstag, 8. September 2007

Statement

Hallo liebe Freunde, wollte bloss kurz die Gelegenheit nutzen, ein Lebenszeichen von mir zu geben: PIEP

Habe zur Zeit nur sehr eingeschraenkten Zugriff auf das Internet... aber sorgt euch nicht. Ich habe weiter fleissig Blogs auf meinem laptop verfasst- als Textdateien. Ich hoffe darauf, kommenden Montag wieder einen Internetanschluss fuer meinen eigenen Rechner zu haben, dann gibt es Neues aus China, versprochen!

Samstag, 1. September 2007

Zweiter Tag in Beijing

So- es gibt einiges nachzutragen... Die letzten Tage waren eher stressig!
Beijing ist nach wie vor der Wahnsinn, auch wenn ich sagen muss, dass das ursprüngliche Erstarren ob der Gewaltigkeit und Fremdheit dieses Molochs Tag für Tag abgenommen hat. Ein Dach wie dieses ist nun fast Routine...

Wobei ich ja ehrlich zugeben muss, dass ich in China feststellen musste, ein ziemlicher Dachfetischist zu sein- Examplare wie das obige oder beispielsweise jenes pikante Detail, wie man es an günstigen Orten im Übrigen wirklich ÜBERALL sehen kann, stimmen mich ehrlich fröhlich, wenngleich es sich nur um Architektur handelt...

Bisher habe ich mich ausschließlich in Beijing umgesehen, und ich muss sagen, dass zum einen die Zeit nicht annähernd gereicht hat und ich zum anderen echt die Schnauze voll hab- ich hoffe von Beijing, und noch nicht von China im Allgemeinen, aber das wird sich noch herausstellen müssen.
Nur einige Stationen seien für die Interessierten dokumentiert:
Die Verbotene Stadt mit dem Kaiserpalast, zu fremdländisch 故宫 (gugong, gesprochen gugung). Für sich genommen schon eine einzigartige Erfahrung- 720 000 Quadratmeter krasse Architektur. Dazu kommen dann auch noch cirka 720 Kubikmeter Chinesen. Das zweite Bild dieses Postes ist im Übrigen der Dachziegeldurchschnitt in diesem Areal und auch dort aufgenommen. Im Norden findet man sehr hübsche verwinkelte Wohnviertel, im Süden schließen eher wenige, aber großflächige Prachtbauten an.
Wenn man dann den Komplex der Verbotenen Stadt wiederum nach Süden verlässt, dann landet man zunächst in einigen gewaltigen umbauten Plätzen und tritt dann durch das Tor des himmlischen Friedens 天安门 (tian anmen, gesprochen tiän an män) auf den zugehörigen, durch Studentenschlächterei sehr bekannten großflächigsten Platz der Welt. Das genannte Tor ist geprägt durch das überdimensionale Portrait des 毛泽东 (Mao Zedong, gesprochen Mau Dsedung), hier mal im Vergleich mit der europiden Physiognomie zu sehen:

Der Platz an sich hat den ersten wirklichen Kulturschock ausgelöst und ist schlicht zu gewaltig, um ihn angemessen auf einem Foto einzufangen. Auch wenn ich ein paar Versuche gestartet habe- ich musste sie alle als nicht erfolgreich verwerfen...
Am nächsten Tag ging es auf zum Himmeltempel, wo neben nicht nur der Himmelsaltar zu bewundern ist

sondern auch einige andere interessante Bauten, wie zum Beispiel auf dem (Dach-)Bild ganz oben oder dem folgenden zu sehen:

So Freunde, ihr merkt es am Schreibstil an, ich trank Wein- und nun bin ich so müde, dass ich den Beijing-Bericht wohl irgendwann anders fortsetzen muss. Wünscht mir eine geruhsame Nacht!

Brot

ICH WILL BROT!!!

Montag, 27. August 2007

Beijing

Ich bin in meinem vom DAAD organisierten Hotelzimmer in der Hauptstadt angekommen. Es gibt Duschen und Internet- ich bin glücklich! Beijing ist groß, sehr groß, schnell, laut und grau, überall wird emsig gebaut, was vermutlich auf die Olympischen Spiele nächstes Jahr zurückzuführen ist - soweit man etwas kausal auf ein in der Zukunft liegendes anderes zurückführen kann, darüber nachzudenken, bin ich grad zu fertig. Hier jedenfalls der Blick aus meinem Hotelzimmer...



Wie ja bekannt, sind in China sehr viele Polizisten dafür abgestellt, das Internet sauber zu halten. Interessanterweise kann ich daher zwar auf blogger.com zugreifen und meinem Blog von dieser übergeordneten Adresse aus Posts (wie diesen) hinzufügen, aber nicht auf den Blog selbst zugreifen. Alles, was mit "florian-china" anfängt, ist für mich nicht aufrufbar.

Daher würde ich euch gerne darum bitten, diesem Blog keine auch scherzhaft gemeinte Systemkritik jedweder Art zum Inhalt zu machen. Das ist ernst gemeint, ich würde gerne noch ein wenig weiterschreiben dürfen.
Das heißt natürlich, dass ich vorerst keine Möglichkeit habe, eure Kommentare zu beantworten, aber damit kommt ihr ja hoffentlich klar ;)

Beijing ist eine sehr schön Stadt!

Sonntag, 26. August 2007

Dubai

So, ihr habt es vielleicht erraten- ich sitze doch tatsächlich gerade im Flughafen in Dubai. Und wie es hier so aussieht, könnt ihr auf dem Foto sehen. Abgesehen von den Palmen ist mir noch aufgefallen, dass hier ziemlich viele Ausländer rumrennen.

Und ich hätte nicht gedacht, dass es hier so billig ist! Ich habe für eine 0,33 l- Dose Fanta nur eine Dubaische Währungseinheit gelöhnt, was ungefähr 20 Cent entsprechen dürfte. Das finde ich noch erwähnenswert.

So, jetzt will ich die Zeit aber ach nutzen, mich hier ein bisschen umzuschauen.

Grüße vom Scheich!

Samstag, 25. August 2007

Galgenfrist

Nachdem ich soeben eine vorzügliche Henkersmahlzeit eingenommen habe, bleibt mir nunmehr die Galgenfrist von einer letzten Nacht bis zum Abflug. Ich finde, da ist es nur verständlich, wenn Alenka so schaut!

Nun, auch in bin etwas betrübt, wie ich zugeben muss, und winke den Zurückgebliebenen und der Heimat mit diesem Satz adé!

Lebet wohl!

Dienstag, 21. August 2007

Interludium


CIMG0101
Ursprünglich hochgeladen von floh.stte
Nun, was soll ich sagen- es geht steil bergauf!
Die Hälfte aller Items auf meiner To-Do- Liste ist erledigt und mancherlei wird ob des inzwischen bedrohlich nahen Auslandsaufenthaltes so unwichtig, dass ich es zu gewissen Augenblicken schlicht wegstreiche, ohne mir weiter den Kopf darüber zu zerbrechen.

Da ich unter anderem "Fotoapparat kaufen" erledigt habe, hier nun erster Zierrat im laufenden Blog: mein Zimmer 4 Tage vor der Abreise...

Samstag, 18. August 2007

Die To-Do-Liste

Um einen Einblick in das zu gewähren, was noch vor mir liegt, hier meine aktuelle Version der To-Do-Liste für die nächsten paar Tage:

  • Auslandsbafoeg beantragen
  • etwa 25 (!!!) Passfotos schießen- auf Empfehlung des DAAD. Ich bin sehr gespannt, ob ich tatsächlich sooo viele brauchen werde...
  • Flug Beijing-Xiamen (hin und zurück) buchen
  • Reiseapotheke zusammenstellen. Auch dieser Punkt will etwas erläutert werden- denn eine Reise-"Apotheke" für China zusammenzustellen, heißt offenbar nicht nur, die üblichen Dinge, wie Mittel gegen Fieber, Schmerzen, Durchfall etc. einzuplanen, sondern beinhaltet empfohlenerweise auch Dinge wie eigene Einwegspritzen und jeweils einen Jahresvorrat (!) an Shampoo , Duschbad, Zahnpasta etc, wird also aller Voraussicht nach zumindest bei der Hinreise tatsächlich einen Großteil des Reisegepäckes ausmachen :(
  • Kindergeld beantragen
  • Handy aufladen
  • Bauchtasche kaufen
  • Bibliothek. Ich habe keine Ahnung, wann ich meinen letzten Abgabetermin hatte, bin mir aber ziemlich sicher, dass das die höchste Summe an Geld sein wird, die ich jemals irgendeiner Bibliothek schuldig war.
  • Wörterbücher kaufen. Zum einen fehlt mir noch ein Handwörterbuch dt.-chin./chin.-dt. und zum anderen habe ich mein Handwörterbuch für englisch dummerweise mit meinem Mobiliar zusammen weggeräumt...
  • Fotoapparat kaufen. Mein alter (ca 9 Monate alt) wurde meiner Freundin in Madrid geklaut.
  • Kühlerplatte kaufen. Damit ich euch auch in Subtropischer Umgebung fleissig weiter berichten kann, wird das wohl nötig sein. Mein Laptop hat schon im hiesigen Sommer Schwierigkeiten...
  • Kletterzeug nach Torgau bringen. Torgau- meine Heimatstadt: dort muss ich ohnehin noch dem ein oder anderen Adé winken, daher kein schlimmer Umweg!
  • Laptoptasche kaufen
  • Skype-Account für meine kleine Schwester einrichten, damit ich fleissig mit ihr telefonieren kann :)
  • zum Notar gehen, um diverse Vollmachten ausstellen zu lassen
  • Autoversicherung abmelden
  • Brillenversicherung kündigen
  • Restmöbel verscheuern (falls jemand meinen alten IKEA-Schreibtisch will... :o)
  • Postumleitung
  • Amtsgericht Nürnberg anrufen (wegen verschiedener Belange)
  • Adapter kaufen (unter Umständen kommt dort der Strom nicht aus den hiesigen 2 Löcher kommt)
  • Papierkram aussortieren. Auch hinter diesem Punkt steckt mehr, als man sich vorstellen mag :(
  • Verteiler kaufen
  • Mastercard oder Visa bestellen
Man sieht, es gibt noch einiges zu tun!

Wohin geht es?

So- noch EINE Woche, dann geht es für beinahe ein Jahr nach China- Xiamen um genau zu sein. Im ortsüblichen Dialekt: 厦门. Sollte jemand NICHT wissen wo das liegt, so schaue er hier. Xiamen ist an der chinesischen Küste direkt gegenüber von Taiwan zu finden. Wer auf dieser Seite ein wenig runterscrollt, wird sogleich feststellen können- die Uni, die ich das nächste Jahr besuchen werde liegt nicht nur direkt am Strand, sondern auch in den Subtropen. Also ein angenehmes Lernklima, wie ich hoffe :o)

Aber noch bin ich nicht dort! Mir bleibt noch eine Woche für die To-Do- Liste!