Samstag, 22. September 2007

Xiamen bebildert

Der Augenblick ist gekommen: Im folgenden ein kurzes Statement zu dem Ort, an dem ich studiere, samt Bildern.

Der Campus:

Die Xiada (Xiamen University) ist ein äußerst schöner Platz, muss ich sagen! Natürlich gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen Unterbringungen (rechts zu sehen) und dem Repräsentativteil der Uni. Da ich das selbst ohnehin nicht so gut fotographieren kann, und so ein bisschen Platz für andere Bilder gewinne, schaue man bei Interesse einfach hier.
In unmittelbarer Campusnähe erstreckt sich ein netter Strand! Aber vorerst ein-zwei Worte zu meinem Zimmer. Linker Hand findet man meine Ecke, mit Bett, Schreibtisch, Hängeschränkchen und gemeinsam genutzten Nachtisch- das war selbstverständlich VOR meinem Einzug. Andere Bilder zu zeigen, bin ich schlicht zu taktvoll. Die Hertgesottenen unter euch setzen sich einfach und projezieren meinen Wohnhabitus auf jenes Bild.
video
Hier ein Video von jenem Abend, als Cai (mein Mitbewohner) "ein paar Freunde" zum Essen auf unser Zimmer eingeladen hat . Lustige Leutchen, muss ich sagen. Aber Achtung, bei Einladungen zum Essen Finger weg- originär südkoreanische Küche ist ein schrecklicher Fraß, nachdem, was ich sagen kann. Ich habe mir aus Höflichkeit und Hunger die ganze Zeit trockenen Reis in den Mund geschaufelt. Cai ist übrigens der Typ ganz rechts, mit dem weißen Hemd und der Brille. Man sehe bitte über mein dümmliches Lachen hinweg! Die Typen sind etwa 1 Minute vor Dreh des Videos hereingeplatz und haben angefangen, mich auf chinesisch zuzuquatschen und beständig das Victory-Zeichen zu machen- das war eine Extremsituation!
Und hier schließlich noch der Blick zu meinem Balkon hinaus, der zwar nicht direkt zum Meer fällt, aber doch schlechter sein könnte, wie ich finde!
Ja, das Meer- Wie erwähnt trennen mich von selbigem nur ca 5 Minuten Fussmarsch.


Der Strand:


Eine feine Sache, so ein Sandstrand, muss ich zugeben, hier ein paar Fotos.
Trotz grober Layout- Schnitzer ganz gut zu sehen, wie ich finde: Von links unten nach rechts oben die Verbindungsbrücke zwischen Uni und Meer, die hübsche Strandpromenade und schließlich ganz rechts, wie unschwer zu erkennen, das Objekt selbst. Es führen überall sehr hübsch beleuchtete Brücken entlang, mit ziemlich viel Architektur und so!
Und hier etwas, das ich noch nicht habe, aber früher oder später brauchen werde: a Radl!

Die Stadt:

Jo, und dann gibt es ja noch die peripheren Regionen außerhalb von Strand und Uni, man soll es nicht glauben.
Meine Kamera mit in die kleinen Gässchen zu nehmen, hatte ich bisher noch nicht Lust und Mut genug. Aber hier seien kurz 2 andere Plätze dokumentiert, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Wallmart und Nanputuo-Tempel.
Den Konsumtempel habe ich mir ehrlich gesagt anders vorgestellt. Ich dachte so bei mir, wenn du mal Lust auf Fertigpizza oder literweise Blubberlutsch oder ein Packen Spaghetti hast, ab zum Walmart. Nun, nicht dergleichen. Das funktioniert mit den Supermärkten genauso wie bei und mit China-Restaurants. Das einzig fremdländische ist der Name. Man findet dort beinahe nur Sachen, die es in jedem andere Markt dort auch zu kaufen gibt. Beispielsweise Krabben, Hühnerkrallen oder Schweineherzen.
Und wer auf Frösche, allerlei Molluskes und Schildkröte steht, ist hier auch gut beraten! Brot, Port und viele andere leckere Dinge des alltäglichen Gebrauchs wird man allerdings vergeblich suchen :(


Aber sagte ich Schildkröte? Das ist nämlich ein gutes Stichwort, um zum nächsten und vorerst letzten Thema überzuleiten: dem Nanputuo-Tempel.
Dort ist nämlich alles voll mit Schildkröten: Unter die Tempelwächter haben sie sich geschlichen (wie rechts zu sehen- wer kann sie entdecken?), im zentralen großen See und zahlreichen Nebentümpeln wimmelt es von ihnen. Ahja, und sowas, wie links zu sehen, finden Chinesen scheinbar lustig: Plastetüten und anderen Müll in die hübschen Seen zu werfen und den Schildkröten Zettel mit obszönen Botschaften auf den Panzer zu kleben. Aber als Freund des krassen Humors muss ich gestehen: es hat durchaus was!

So, jetzt muss ich aber langsam mal an die frische Luft. Ich hoffe, ich konnte den gröbsten Wissensdurst befriedigen!

Viele Grüße aus Xiamen!

3 Kommentare:

Kai hat gesagt…

Plastetüten sind aber eher gefährlich für Schildkröten - sie halten diese für Quallen und ersticken daran, habe ich mal gelesen. Aber vielleicht ist das ja ein Teil der chinesischen Kultur.

blutz hat gesagt…

das ist eine uni??? sieht eher aus wie ein hotel. krasse sache. und ich dachte immer die chinesen wären so arm dran mit ihrem turbokapitalismus!? aber da würde ich auch mal gerne studieren und nicht in diesen provisorischen hörsäälen mit blick auf baustellen...

Gabriel hat gesagt…

Halt die Fresse Alter, was'ne Uni! Du kommst auf der Stelle nach Leipzig zurueck, weil Du beim studieren viel zu viel Spass hast.