Samstag, 1. September 2007

Zweiter Tag in Beijing

So- es gibt einiges nachzutragen... Die letzten Tage waren eher stressig!
Beijing ist nach wie vor der Wahnsinn, auch wenn ich sagen muss, dass das ursprüngliche Erstarren ob der Gewaltigkeit und Fremdheit dieses Molochs Tag für Tag abgenommen hat. Ein Dach wie dieses ist nun fast Routine...

Wobei ich ja ehrlich zugeben muss, dass ich in China feststellen musste, ein ziemlicher Dachfetischist zu sein- Examplare wie das obige oder beispielsweise jenes pikante Detail, wie man es an günstigen Orten im Übrigen wirklich ÜBERALL sehen kann, stimmen mich ehrlich fröhlich, wenngleich es sich nur um Architektur handelt...

Bisher habe ich mich ausschließlich in Beijing umgesehen, und ich muss sagen, dass zum einen die Zeit nicht annähernd gereicht hat und ich zum anderen echt die Schnauze voll hab- ich hoffe von Beijing, und noch nicht von China im Allgemeinen, aber das wird sich noch herausstellen müssen.
Nur einige Stationen seien für die Interessierten dokumentiert:
Die Verbotene Stadt mit dem Kaiserpalast, zu fremdländisch 故宫 (gugong, gesprochen gugung). Für sich genommen schon eine einzigartige Erfahrung- 720 000 Quadratmeter krasse Architektur. Dazu kommen dann auch noch cirka 720 Kubikmeter Chinesen. Das zweite Bild dieses Postes ist im Übrigen der Dachziegeldurchschnitt in diesem Areal und auch dort aufgenommen. Im Norden findet man sehr hübsche verwinkelte Wohnviertel, im Süden schließen eher wenige, aber großflächige Prachtbauten an.
Wenn man dann den Komplex der Verbotenen Stadt wiederum nach Süden verlässt, dann landet man zunächst in einigen gewaltigen umbauten Plätzen und tritt dann durch das Tor des himmlischen Friedens 天安门 (tian anmen, gesprochen tiän an män) auf den zugehörigen, durch Studentenschlächterei sehr bekannten großflächigsten Platz der Welt. Das genannte Tor ist geprägt durch das überdimensionale Portrait des 毛泽东 (Mao Zedong, gesprochen Mau Dsedung), hier mal im Vergleich mit der europiden Physiognomie zu sehen:

Der Platz an sich hat den ersten wirklichen Kulturschock ausgelöst und ist schlicht zu gewaltig, um ihn angemessen auf einem Foto einzufangen. Auch wenn ich ein paar Versuche gestartet habe- ich musste sie alle als nicht erfolgreich verwerfen...
Am nächsten Tag ging es auf zum Himmeltempel, wo neben nicht nur der Himmelsaltar zu bewundern ist

sondern auch einige andere interessante Bauten, wie zum Beispiel auf dem (Dach-)Bild ganz oben oder dem folgenden zu sehen:

So Freunde, ihr merkt es am Schreibstil an, ich trank Wein- und nun bin ich so müde, dass ich den Beijing-Bericht wohl irgendwann anders fortsetzen muss. Wünscht mir eine geruhsame Nacht!

3 Kommentare:

Gabriel hat gesagt…

So, Kollege, schön von Dir zu hören und noch schöner Deine erwachte Passion für Dächer miterleben zu dürfen. Ich hoffe es kommen noch tausende Photos von Dächern! Des Weiteren soll ich Dich schön von Herrn Fillipiak grüßen, für Deine absolut untragbare lautschriftliche Übersetzung chinesischer Begriffe wird Dir hiermit nachträglich Deine Zwischenprüfung im Fachbereich modernes Chinesisch aberkannt!
Wie gehts Doreen?
Wenn ich Dich noch einmal schreiben höre, dass Dir eventuell was aufn Sack geht, komm ich persönlich vorbei und knall Dir ein Photo von ostdeutschen Arbeitslosen vor den Latz!
In diesem Sinne!
Gruß Gabriel

Christina hat gesagt…

Du hasts gut!
Liebe Grüße an Doreen!
Wie gehts Alenka?
Gruß Christina

Anonym hat gesagt…

Moin, moin (aussprachlich: moin, moin! Eh, Penner ist die flasche noch nicht leer. Wir habne heute den 7. des Monats, was ist los, wir erwarten deinen Rapport und eindrucksvolle dachfotos. Übrigens, dein neuer Freund sieht gut aus. Ciao pr