Dienstag, 29. Januar 2008

Komm nach Hause Kinder machen- Wir haben Affen gesehen!!!

Ich versuchte soeben mit dem Microsoft Picture Manager ein Foto (10 Megapixel muss ich fairerweise erwaehnen) um 90 Grad zu drehen. Nach 5 Minuten Wartezeit muss ch nun zwar noch immer Kopf oder Monitor drehen aber die Rache ist fix ersonnen: Ich werde, sobald ich hiermit fertig bin, 20mal den Flickr Uploader auf dem Desktop installieren. Und augenblicklich das griechische Tastaturlayout!

So, eine ereignisreiche Zeit liegt hinter mir und meiner Gespielin.

Das letzte Mal bloggte ich ja schon aus Sandakan auf Borneo, aber der Vollstaendigkeit halber muss ich noch folgendes erwaehnen: Als wir das lustige Staetchen Singapur verlassen wollten, stolperten wir Gluecklichen noch ueber ein cooles Hindufest: Thai Pusam!
Es scheint dabei hauptsaechlich darum zu gehen sich mit moeglichst vielen Fleischhaken moeglichst grosse und schwere tragbare Altaere (kavadis) aufzulasten, sich dabei moeglichst viele Schmerzen zuzufuegen um (wie ich soeben recherchierte) moeglichst stark an Lord Murugan zu denken... andere Laender andere Sitten! Sah putzig aus- Bilder auf Flickr.

So, Zeitraffer- Singapur- Kuala Lumpur- Sandakan- Alenka entschied sich, dass wir in den Dschungel gehen wollen. Trotz anfaenglicher Zweifel meinerseits (hauptsaechlich auf der durchschnittlichen Moskitopopulation selbst unser heimischen Wasserloecher begruendet) war es ein schoener Trip! Wir sahen inTag- und Nachtwanderungen und -bootsfahrten allerlei Getier... Affen (sowohl apes als auch monkeys), Blutegel, Taranteln, Skorpione, Krokodile und andere Echsen und Insekten aller Art. Am meisten beeindruckt hat mich aber die Umgebung an sich- es handelte sich naemlich um einen waschechten Mangrovenwald! Sehr eindrucksvoll muss ich sagen. Allerdings bin ich vor lauter Tierfotographie nicht oft dazu gekommen, die Landschaft angemessen abzulichten...
Explizit zu erwaehnen gilt es die Begegnung mit meinem persoenlichen Albtraum/Alptraum. Ich bin ja weithin als Arachnophob bekannt. Waehrend einer naechtlichen (!) Trekkingtour durch den Dschungel erblickten wir im Lichte unserer Taschenlampen auf einem Baumstamm 2 Meter ueber unseren Koepfen lauernd einen gar putzigen Gesellen: Meister Langbein in Kindskopfgroesse. Ungeachtet seiner enormen Leibestuechtigkeit (ein gutes Stueckchen groesser als eine normale Maennerhand) war das Scheissvieh auch noch bemerkenswert schnell!
Ich wueste nicht, wie ich einem solchen Ungetuem beim Arenakampf begegnen sollte - ich denke unter Flammenwerfer ginge da nichts.
Apropos Kampf:
Ich obvservierte gemeinsam mit einer britischen Mitsafarantin eine Meute Makakis, die um die bohemen Verschlaege tollten, welche unsere Schlafgemecher darstellten, als ploetzlich 2-3 Maennchen anfingen uns anzufauchen. Gar nicht mehr so putzig die Gesellen! Aus heiterem Himmel sprang dann auch der Rudelfuehrer (den ich bis zu diesem Augenblick auch noch nie gesehen hatte- ein gutes Stueckchen groesser als der Rest) auf uns zu und landete etwa einen Meter vor uns, fletschte die Zaehne (groesser als man bei einem Tier von hoechstens einem Meter Leibesgroesse vermutet!!!) und fing an uns anzufauchen. Nunja, England floh Hals ueber Kopf und mir fiel nichts besseres ein als noch etwas nach vorne zu treten, die Zaehne zu fletschen und zurueck zu fauchen. Ein dominantes Maennchen kann ja nicht einfach vor dem anderen kuschen...
Nach etwa 3 Sekunden brach ich dann den Augenkontakt ab und den geordneten Rueckzug an und schaffte es so, ohne Kratz- oder gar Bisswunden relativ wuerdevoll davon zu kommen.
Kein schlechtes Gefuehl im Nachhinein, in den Legenden wird ein Gorilla (oder gorilla gorilla gorilla, wie der Kerl im Fachjargon bezeichnet wird) aus dem Makaki werden und ich bin's zufrieden.
Soviel zum Dschungel.

So, anschliessend haben wir uns noch einen Besuch in 'ner Krokodilsfarm gegeben und dann ging es ab nacvh Kuala Lumpur, wo ich grad im Hostel am Rechner hocke. Alenka langweilt sich derweil im Zimmer, draussen REGNET es grad (die Grossbuchstaben sind an dieser Stelle Ersatz der sonst ueblich ausgelatschten Moechtegernmetaphern, die vergeblich versuchen, die Gewaltigkeit des Gusses darzustellen) und ich werde nun mal Schluss machen. Es wollen noch Fotos fuer Flickr ausgewaehlt und hochgeladen werden. Ich Intelligenzbolzen merke gerade, dass ich den Upload auch haette nebenher laufen lassen koennen, waehrend ich diesen Schwachsinn hier schreibe, dann muesste ich in naher Zukunft nicht da sitzen und zuschauen, wie sich die Bilder ins Internet quaelen.

Naja, liberi iacta sunt, wie der Sudete spricht.

Bis zum naechsten Mal.
Mazal tof!

Mittwoch, 23. Januar 2008

Sabah, Sandakan

Peinlich, peinlich, der Schriftsatz war der gleiche, vielleicht lag es DOCH am Alkohol.

Wir haben eine lustige Zeit hinter uns, die ich kurz zusammenfassen will, bevor ich ins Bett falle um etwas Schlaf nachzuholen. Sehr grob:
Haben Bus von Singapur nach Kuala Lumpur genommen. Plan war: 17 Uhr Abfahrt, 4 Stunden Fahrt (fuer 340 Kilometer Strecke, klang also plausibel, was uns die Reisebuerotante da erzaehlt hat), 21 Uhr Ankunft in KL, gemuetliches Abchecken wo der Flughafen ist, irgendein Nahverkehrsmittel dort hin besteigen, pennend auf den Flieger warten und ab dafuer!
Das ganze sah dann tatsaechlich so aus: Reiseagentur hatte uns beschissen, Fahrt dauerte (planmaessig!) 6 Stunden, knapp vor 23 Uhr Ankunft im Herzen KL`s (10 Taximinuten von den Petronasdingsies), augenblicklich umschwaermt und zugelabert von den dreistesten Taxifahrern die ich jemal erlebt hat. Es stellte sich heraus, dass unser Terminal etwa 90 km von unserer Position entfernt war! Da keinen einzigen Ringit in der Tasche, erstmal ATM gesucht, schliesslich doch einen recht netten Taxifahrer getroffen, der uns dann allerdings zu einem privaten Auto fuehrte, statt zu einem Taxi. Er macht uns ein gutes Angebot, daher stiegen wir ein, bekamen es mit der Angst zu tun, als er unmittelbar in immer kleinere, dunklere Gassen fuhr. Letztlich brachte er uns aber gluecklicherweise zum Flughafen, wo ich mir von 0:30 bis 5:30 Uhr die Nacht um die Ohren schlug und ueber Alenkas Schlaf und unser Gepaeck wachte.
Nuja, jetzt sind wir hier, es ist sehr huebsch! Die Leute sind sehr viel netter als Chinesen und regelrecht xenophil- so gut wie keiner laechelt einem nicht zu! Dabei nebenbei bemerkt keine Spur von Aufdringlichkeit! Auch nicht die Taxifahrer, Verkaeufer und Bettler! Sehr angenehm.

So ihr merkt es am mangelnden Schliff, ich bin stinkemuede, wir hoeren voneinander!

Ahja, Alenka will gerne einen 3-taegigen (gefuehrten) Dschungel-Trpip machen, wenn also demnaechst kein neuer Blog erscheint, bin ich entweder vom Nilpferd zertrampelt, vom Krokodil gefressen, von Moskitos niedergestochen wurden oder schlicht noch nicht zurueck. Wuenscht mir auf jeden Falkl Glueck zum Bestehen im gefaehrlichen Arreal!

Dienstag, 22. Januar 2008

Singapur

Hey, da bin ich mal wieder, diesmal mit etwas größerem Schriftsatz, wenn ich nicht täusche...

Vielleicht scheint das aber auch nur so zu sein, weil man hier in Singapur sehr nahe am Äquator ist- da passieren manchmal komische Sachen.

WENN ihr zum Beispiel mal die Gelegenheit habt, auf einem dem Äquator entlang in Drehrichtung fahrenden Schiff den Ausschaukorb (oder wie das heißt... ihr wisst schon: "Land in Sicht!") erklettern zu dürfen, nehmt einen Stein mit und lasst ihn von oben fallen, ihr werdet feststellen, dass er nicht achtern fliegt sondern auf dem Bug landen wird, vorausgesetzt, der Mast ist ausreichend hoch (bei ein paar Kilometern sollte der Effekt in unmittelbarer Äuatornähe schon recht deutlich zu erkennen sein) und es herrscht absolute Windstille!

Nunja, desweiteren bedingt der Aufenthalt zwischen den ersten paar Breitengradlinien auch das Klima! Es ist hier ziemlich heiß und sehr feucht. Auch gestählt durch den Aufenthalt im subtropischen Xiamen komme ich hier ab und an nicht umhin zu bemerken: Es ist verdammt schwül!

Nach 5 Monaten Abstinenz bin ich nun auch wieder mit meinem holden Weibsbild vereint. Die nächsten 2 Monate Reise setzen wir heute nach 4-tägigem Singapur-Aufenthalt mit dem Bus nach Kuala Lumpur fort. Morgen früh steigen wir dann in den Flieger Richtung Borneo (--> Sabah --> Sandakan um genau zu sein).

Aber eh ich mich in Spekulationen über den Aufenthalt dort versenke, resümiere ich doch lieber die Zeit hier:
Singapur ist eine feine Stadt. Wir haben hier bei Bekannten im Stadtteil Little India gewohnt, hatten also eine gemütliche UND kostenlose Bleibe beinahe im Herzen der Stadt. Von hier aus haben wir dann meist zu Fuss Streifzüge durch das restliche Zentrum unternommen, sind durch die vermutlich teuerste Einkaufsmeile Südostasiens geschlendert (etwa das Niveau deutscher Großstädte würde ich meinen), waren in Chinatown, wo grad das Frühlingsfest (chinesischer Jahreswechsel [von Schwein zu Maus]) eingeläutet wird und haben die hübsche Insel Sentosa bewandert (es gab unter anderem rosa Delphine zu bestauenen) - dort kam schon etwas Strand-Laune auf.
Mit dem drakonischen Strafgesetz sind wir nicht in Kontakt gekommen- wir haben einfach Heroin und Kaugummis zu Hause gelassen!

So, ich muss dann mal - der Pool ruft!

Lasst es euch gut gehen, vergesst nicht die Handschuhe, wenn ihr mit dem Rad unterwegs seid.

Für Fotos checkt von nun an nicht nur meine (www.flickr.com/photos/sitte) sondern auch (und sowieso schon immer) Alenkas Foto-Seite ( http://www.flickr.com/photos/11682524@N02/).

Donnerstag, 17. Januar 2008

Endlich Urlaub

So, nachdem ich hier monatelang in Xiamen gedarbt habe, geht´s nun mal wieder raus in die Weltgeschichte.
in 11 Stunden geht mein Flieger nach Singapur, wo ich mich mit Alenka treffe. Zusammen geht´s dann nach Borneo und über Kuala Lumpur an die thailändische Westküste und weiter hoch.
2 Monate dauert der Spaß und ich freue mich enorm darauf.

Es wird dann sicherlich wieder häufiger mal nen Blogeintrag und ein paar neue Fotos (http://www.flickr.com/photos/sitte) geben.

Dienstag, 1. Januar 2008

新年快乐!

Das ist phrygisch und heißt: "Auch du, Cunnilingus?"

Wie auch immer.
Ich wünsche allen fleißigen Lesern frohe Weihnachten und ein superdupertolles 2008. Und allen deren Eltern im Wonnemonat März spitz waren auch nachträglich ein frohes Wurffest!

Mir ist soeben ein bislang für mich unikales Erlebnis widerfahren: Ich kroch aus meinem Bett, telefonierte ein paar Stündchen mit Alenka und frühstückte dann mit einem Freund auf meinem Balkon nach Süden raus. Es war mein erstes echtes Frühstück in China- aufgetischt wurde nämlich Baguette und Nussnougatcreme, dazu wurde grüner Tee geschlürft. Als ich mich so aus dem Fenster lehnte und aufs Meer rausblickte, fiel mir die Sonne ins Gesicht (kann man das so sagen? Ich habe keine Ahnung- im Fall der Fälle: es IST eine Metapher und soll soviel bedeuten wie: ich sah sie) und ich frug mich, warum sie denn noch so tief stünde und rot sei... Des Rätsels Lösung war: ich hatte soeben ein erstes Mal ein Frühstück bei SonnenUNTERgang eingenommen. Und das, obwohl ich schon etwa 8100 Gelegenheiten dazu hatte. Es gibt viel zu tun!

So, Weihnachten war lustig, wenn auch nicht weihnachtlich.
Sylvester war lustig wenn auch etwas fad ohne Freundin und alte Kumpels. Die Typen hier wissen einfach nicht wie man ab 8 Uhr morgens weiter fetet...
Bilder von dem ganzen Spass findet ihr in Bälde auf der Foto-Seite (http://www.flickr.com/photos/sitte/).

Was gibt es sonst zu berichten.
Ich habe mich schon eingelebt im neuen Domizil. Boxen sind gekauft um endlich mal ordentlich Krach machen zu können- es ist Wahnsinn was das für den Wohnkomfort ausmacht. Auch für den meiner Nachbarn möchte man meinen, aber die sind bis zu maximal 1,60 m groß, daher alles easy- keine Beschwerden.
Nun habe ich auch mal etwas Platz und Freiheiten, das Zimmer mit persönlichem Kram zu füllen. Eigens dafür habe ich mir auch eine Art Regal gekauft, das schon zwei Flaschen Portwein zieren- die waren grad im Ausverkauf!

Ich blicke auf eine Zeit positiven Stresses: In 17 Tagen setze ich mich frühmorgens in einen Flieger und düse Richtung Singapur um mich dort mit Alenka zu treffen. Doch bis dahin muss noch viel erledigt werden! Ein Paket nach Deutschland will gefüllt und abgeschickt werden, 2 Monate Reise brauchen Planung und es gibt noch die Semesterabschlussprüfungen zu bestreiten. Letzteres ist relativ schnuppe, aber nichtsdestotrotzer wird mir all das die Zeit wie im Fluge vergehen machen.

Aus Thailand gib es dann wieder bestimmt ein bisschen mehr zu berichten, wenn ich mich mal bequeme vom Strand ins nächste Internetcafe zu wälzen, werde ich das denn auch tun.

Bei uns ist es wohl auch ziemlich frisch zur Zeit. Ich merke nciht so viel davon, aber die Leute zeigen mir nun auch hier ´nen Vogel, wenn ich nachts mit Sandalen und kurzen Hosen im Freien rumstolpere - das ist ein Indikator.

Frohe Zeit und bis in Bälde!

Florian